3. Dezember 2022
Langenhorn

Verabschiedung aus Langenhorn

Commerzbank machte Filiale am LaHoMa dicht

Bank

Die Schließung der Commerzbank-Filiale am Langenhorner Markt stößt nicht nur bei Lokalpolitikerin Martina Schenkewitz (SPD) auf Unverständnis Foto: Jenjahn

LANGENHORN Kunden der Commerzbank standen in der vergangenen Woche am Langenhorner Markt vor verschlossener Tür. Die Filiale mit Automat für Ein- und Auszahlungen sowie Kontoauszugsdrucker wurde geschlossen.

Für die Kunden kam die Schließung offensichtlich überraschend. Zudem zeigten sie sich erbost über den Zettel an der ehemaligen Eingangstür, der lediglich per QR-Code auf alternative Möglichkeiten für Commerzbank-Kunden hinweist. Auch Martina Schenkewitz, SPD-Mitglied im Regionalausschuss, ist empört: „In Langenhorn wohnen noch viele ältere Menschen, die können nicht so einfach nach Poppenbüttel zur nächsten Filiale der Commerzbank fahren“. Vor allem den Satz „Ich hab gesagt, ich guck mir an, wie es ohne Filiale läuft. Läuft.“ am Ende des Zettels an der Bank empfindet Schenkewitz als Hohn. „Die Leute haben ja gar keine andere Wahl“, sagt die SPD-Politikerin.

Doch ganz so plötzlich kommt die Schließung der Filiale wohl nicht. „Die Schließung der Filiale Langenhorn haben wir bereits im Juli 2021 im Rahmen unserer Filialstrategie kommuniziert. Die tatsächliche Schließung des Filialbetriebes erfolgte am 18. März 2021.

Kunden wurden seitdem in Poppenbüttel betreut. Die Schließung der SB-Zone erfolgte am 18. November 2022 – nach Verhandlungen mit dem Vermieter“, teilt die Pressestelle der Commerzbank in Frankfurt/Main auf Anfrage mit. Als Grund für die Schließung wird ein stark verändertes Kundenverhalten genannt. „Heute finden über 80 Prozent der Kundenkontakte mit uns über die digitalen Kanäle statt. Gleichzeitig ist die Zahl der Besucher von Filialen deutschlandweit stark zurückgegangen“, heißt es. Zudem soll geprüft werden, ob SB-Geräte an alternativen Standorten aufgestellt werden.

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