6. März 2021
Langenhorn

Protest-Spaziergang im Diekmoor

Nachbarn unterstützen Gartenfreunde

Wohnungsneubauten

Mitstreiter trafen sich vor dem großen Vereinshaus am Weg 396 Foto: Haas

LANGENHORN Längst ist das Bauvorhaben des Bezirksamts Nord bekannt: Über 16 Hektar Gartengelände sollen dem Neubau von 700 Wohnungen weichen. Beim Protest-Spaziergang durchs Diekmoor trafen sich kürzlich Familien, Nachbarn und Gartenfreunde zum Austausch vor Ort.

Die Senatsweisung, die Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz (Grüne) erwirkt hatte, umgeht ein Bürgerbegehren auf Bezirksebene. Wie berichtet, startete deshalb am 18. Februar die Online-Petition für die Erhaltung des KGV, Landschaftsschutz- und Naherholungsgebietes. Rasch wächst die Zahl der Unterschriften. Während des Spaziergangs wird heiß diskutiert. „Hier kommt was in Bewegung“, so die einhellige Meinung. „Wir sind alle entsetzt. Es kann nicht angehen, dass hier alles kaputtgemacht werden soll“, resümiert Angela Wagner von der Gemeinschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung. „Wieso ausgerechnet in Langenhorn?“ So fragen viele.

Genug geklotzt!

„Im Wohnungsneubau wurde hier in den letzten Jahren genug geklotzt. Ochsenzoll war mal ein Wald“, betont ein Nachbar. „Wir leisten in unseren Gärten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt, ergänzt ein anderer, überall entstünde doch „nur noch grüner Beton“.
Die beiden KGV-Vorsitzenden begrüßen die Unterstützung. „Mit dem Schwinden des Grüngürtels zwischen Langenhorner Chaussee und Neuberger Weg geht zudem ein wichtiger Klimaregulator verloren“, betont Hermann von der Heide, KGV Diekmoor I. Bernd Hohmann vom KGV Diekmoor II zitiert aus der gemeinsamen Chronik: „Bleibt willensstark und tatkräftig, Gartenfreunde, lasst euch weder die Butter vom Brot, noch die Erde vom Spaten nehmen. Erhaltet das Diekmoor!“

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