23. April 2022
Langenhorn

Programm startet mit Hindernissen

Im Bezirk Nord werden neue Bänke aufgestellt

Bank

Angenehme Höhe, ergonomische Sitzfläche und Armlehnen, urteilen zwei Hummelsbütteler über das neue Bankmodell Foto: Blume

LANGENHORN Im Bezirk Hamburg-Nord werden die ersten der 53 neuen Sitzbänke aufgestellt. Werner Hansen, Vorsitzender des Bezirksseniorenbeirates (BSB), freut sich über jede einzelne, dennoch wundert er sich über die Verteilung.

„Winterhude bekommt 20 Bänke, Langenhorn nur fünf, Fuhlsbüttel drei und Ohlsdorf sogar nur eine“, stellt Hansen fest. Der BSB fordert seit Jahren mehr seniorengerechte Sitzbänke im öffentlichen Raum und war federführend bei der Suche adäquater Aufstellorte. „Für Langenhorn etwa haben wir über 30 Plätze vorgeschlagen, haben aber bei der Festlegung durch das Bezirksamt kein Mitspracherecht gehabt.“

Rund 60.000 Senioren leben im Bezirk Nord und sollen künftig auf Spazier- und Besorgungsgängen vom „100-Bänke-Programm“ profitieren, das die Bezirksversammlung im Januar 2020 beschlossen hatte. Durch mehr Sitzgelegenheiten als Pausenangebote, die im Idealfall maximal 300 Meter voneinander entfernt sind, soll die Lebensqualität vor allem für Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erhöht werden.

Zumindest an Langenhorner Senioreneinrichtungen gibt es künftig neue Bänke, etwa im Reekamp an den Kreuzungen zum Wördenmoorweg, Wulffsgrund und Eberhofweg. „Alle waren längst überfällig“, betont Hansen, „aber im Stadtteil bräuchten wir noch viele mehr.“ Er hofft auf die 47 noch nicht zugewiesenen Sitzmöbel – allerdings reichen aktuell die Gelder nicht für alle Bänke, teilt das Bezirksamt auf Anfrage mit.

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