18. September 2021
Langenhorn

Notfalls kommt die Schranke zum Einsatz

„Posern“ soll Flughafen-Blick versperrt werden

Flughafen

Martina Schenkewitz und Wolfgang Prott sorgen sich um die Lebensqualität im Quartier Foto: Jenjahn

LANGENHORN Die Anwohner haben den „Poserverkehr“ in Richtung Aussichtsplattform am „Coffee to Fly“ schon lange satt – passiert ist bislang nur wenig. Doch nun haben Grüne und SPD in Hamburg-Nord offensichtlich einen Weg gefunden, den genervten Anwohnern zu helfen.

In den Regionalausschuss wird am Montag, 20. September, ein Antrag eingebracht, die Straße Holtkoppel ab Wrangelkoppel zur „Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Verkehrsberuhigung für den allgemeinen Fahrzeugverkehr zu entwidmen.“ „Sinn ist es nicht, dass hier ein Treffpunkt für Autos und Motorräder ist, sondern dass Familien mit Kindern einen Blick auf den Flughafen werfen können. An- und abfahrende Fahrzeuge sind eine Belästigung“, sagt Wolfgang Prott von den Grünen.

Martina Schenkewitz (SPD) kämpft seit Jahren für die Belange der Anwohner und zeigt sich zuversichtlich: „Die Rechtsgrundlagen sind da, wir können die Rückeroberung des öffentlichen Raumes auf den Weg bringen“, sagt Schenkewitz mit Blick auf ähnliche Projekte (Jungfernstieg oder Ottensen).

Durch den Antrag wird das Verfahren angestoßen, in dem Polizei, Innenbehörde und Betroffene noch einmal Stellung nehmen können. Mittelfristig könnte das Lärmproblem somit behoben werden. „Anfangs kann mit Schildern auf die veränderte Verkehrssituation hingewiesen werden, sollte das nicht funktionieren, könnte eine Schranke zum Einsatz kommen“, sagt Prott, der davon ausgeht, dass der Treffpunkt am „Coffee to Fly“ dadurch seine Attraktivität verliert.

„Zum Ende der nächsten Saison rechne ich mit einer deutlichen Entspannung der Situation“, ergänzt Martina Schenkewitz.

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