30. Juli 2022
Langenhorn

Mehr Chancengleichheit bei Erbschaften erreichen

Informations-Abend und Verlosung zu einer innovativen Idee der Stiftung „Ein Erbe für Jeden“

Christoph Prüm ist der Gründer der Stiftung Foto: privat

LANGENHORN Geschätzte 400 Milliarden Euro vererben deutsche Eltern jährlich an ihre Kinder, doch nur 30 Prozent der jungen Menschen erbt überhaupt ein nennenswertes Vermögen.

70 Prozent gehen leer aus. Das will die Stiftung „Ein Erbe für Jeden – Stiftung für Chancengleichheit“ ändern. Sie setzt sich für mehr Chancengleichheit ein. Ihr Vorschlag: Alle, die 30 Jahre alt werden, sollen 20.000 Euro als Startkapital erhalten. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung würde das 15 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Gerecht oder ungerecht?

Finanziert werden könnten diese Grunderbschaften durch eine relativ geringe Abgabe auf große Erbschaften. Nur fünf Prozent der jährlichen Erbmasse würden ausreichen.
Bis dieser Vorschlag umgesetzt ist, vergibt die Stiftung in einem Pilotprojekt jedes Jahr drei Grunderbschaften zu je 20.000 Euro. In diesem Jahr können sich alle bewerben, die im Jahr 2021 30 Jahre alt geworden sind und am 19. Oktober 2021 in Hamburg-Nord, Gütersloh oder Koblenz gemeldet waren sowie eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Ausgelost wird die Grunderbschaft für Hamburg-Nord am 6. Oktober in der Zinnschmelze in der Maurienstraße 19 in Barmbek.

Der Gründer der Stiftung, Christoph Prüm, stellt das Projekt jetzt im Rahmen eines kostenfreien Infoabends vor und möchte mit dem Publikum darüber ins Gespräch kommen, ob Erben gerecht oder ungerecht ist.

Do., 25. August, 19 Uhr, ella Kulturhaus, Käkenflur 30, Anmeldung erbeten unter Tel. 53 32 71 50. Weitere Infos unter: www.ein-erbe-fuer-jeden.de

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