9. April 2022
Langenhorn

Lösung für Anlieger und den Verkehr

Tangstedter Landstrasse: FDP sieht Möglichkeit

Jessen

Lars Jessen ist verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord Foto: FDP

LANGENHORN Die Einigungsfrist für das Bürgerbegehren „Bürgerinitiative Neue TaLa – Platz für alle“ wurde auf Antrag der Vertrauensleute und durch Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord zum zweiten Mal verschoben.

Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung unterstützt grundsätzlich das Anliegen der Initiative und begrüßt die Fristverlängerung: „Die Einordnung der Tangstedter Landstraße als Durchgangsachse sowohl für den Kfz-Verkehr als auch den Radverkehr ist nicht zielführend“, sagt Lars Jessen, verkehrspolitischer Sprecher der FDP: „Im Zuge der Sanierung besteht die Chance, die Nutzungsqualität für die Anwohner deutlich zu erhöhen und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erzielen.“

Die heutige Kapazität für den motorisierten Verkehr würde sich dadurch nicht nennenswert verringern und die Sicherheit und Aufenthaltsqualität für andere Nutzer in den Nebenflächen signifikant erhöhen. Zusätzlich bliebe das stadtteilprägende Bild der denkmalgeschützten Fritz-Schumacher-Siedlung erhalten. Statt der einseitigen Verlegung des Radverkehrs auf die Straße fordert die FDP-Fraktion einen beidseitigen baulich hergestellten Radweg.

Dies lasse der Straßenquerschnitt bereits mit heute geforderten Mindestbreiten zu, „wenn die Fahrspuren für den Autoverkehr auf 3,5 Meter je Fahrtrichtung verringert werden. Hierdurch bleibt genug Platz für durchgängige Parkstreifen, die einen zusätzlichen Sicherheitspuffer zwischen Auto- und Radverkehr schaffen“, sagt Jessen.

„Win-Win-Situation“

Auf Grund des durchgehenden beidseitigen Parkstreifens blieben auch genug Parkplätze erhalten, sodass im Knotenbereich die Parkplätze derart zurückgebaut werden könnten, dass eine übersichtliche und sichere Abbiegesituation entsteht. Die bei der Broder-Hinrick-Kirche gelegene Sprunginsel könne ebenfalls durch eine Fahrbahnverschwenkung erhalten bleiben. So sieht die FDP-Fraktion eine Win-Win-Situationslösung für Anlieger und Verkehrsteilnehmer gleichermaßen.

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