13. Mai 2020
Langenhorn

Erinnern für die Zukunft

Jahrestag Gedenken der NS-Opfer im kleinen Rahmen

Gedenken

Mit gebotenem Abstand: Dr. Stephan Linck (l.), Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers, Dr. Stephanie Wuensch und Dr. Michael Wunder bei der Gedenkveranstaltung Foto: Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll

LANGENHORN Seit zehn Jahren laden jeweils am 8. Mai vier Hamburger Einrichtungen zur Veranstaltung „Erinnern für die Zukunft“ auf das Gelände der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll ein, um mit vielen Besuchern der zahlreichen Opfer der NS-Euthanasie zu gedenken. In diesem Jahr fielen die Feierlichkeiten Corona-bedingt deutlich kleiner aus.

Nach der traditionellen Kranzniederlegung an der „Stolperstelle“ auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf fanden sich Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers (Asklepios Klinik Nord), Dr. Stephan Linck (Ev. Akademie der Nordkirche), Dr. Michael Wunder (Ev. Stiftung Alsterdorf) und Dr. Stephanie Wuensch (Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll) am Mahnmal auf dem Klinikgelände ein und erinnerten an fast 6000 Menschen mit Behinderungen oder psychischer Erkrankungen, die von der damaligen „Anstalt Ochsenzoll“ aus vom NS-Regime in Tötungs- und Verwahranstalten gebracht wurden.

„Auch 75 Jahre nach Kriegsende ist das Gedenken an die Deportierten weiterhin sehr wichtig. Es ist die Anteilnahme am schrecklichen Schicksal der Betroffenen und dem Leid der Angehörigen, aber auch die Mahnung, dass so etwas nie wieder passieren darf und die notwendige Beschäftigung mit den Motiven der Täter sowie der gesellschaftlichen Dynamik“, so Dr. Stephanie Wuensch vom Freundeskreis Ochsenzoll.

Auch interessant