11. Juni 2022
Klein Borstel

Verkehrskonzept fehlt immer noch

Kritik an Plänen für Wellingsbütteler Landstraße

Konzept

Symbolfoto: GettyImages

KLEIN BORSTEL Die Sanierung der Wellingsbütteler Landstraße schlägt weiter hohe Wellen. In der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Langenhorn-Alsterdorf und Groß Borstel stellte eine Vertreterin von Hamburg Wasser im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft die Sanierungspläne vor.

„Nach einem Jahr Planungsphase hat weder Hamburg Wasser, noch die Umweltbehörde es geschafft, ein konkretes Verkehrskonzept vorzulegen. Das ist unverantwortlich“, schimpft die CDU-Bezirksabgeordnete Martina Lütjens. Sie monierte außerdem, dass in der Ausschuss-Sitzung nur 26 der 44 Seiten umfassenden Präsentation gezeigt wurden. Die restlichen 18 Seiten wurden nach „schärfstem Protest der gewählten Politiker“ einen Tag später zur offiziellen Verkehrsplanungs-Präsentation hinzugefügt.

Offensichtlich wartet man auf Seiten von Hamburg Wasser noch auf ein Verkehrsgutachten. Hier wird geprüft, ob die die verkehrlichen Einschränkungen der geplanten Baumaßnahme parallel zur Baumaßnahme U5 hinnehmbar oder aber zu groß sind. Dann stünde eine Verschiebung der Maßnahme auf das Jahr 2031 an. Bis dahin bestünde die Gefahr weiterer Rohrbrüche. Auch an der Online-Info-Veranstaltung, die am 2. Juni durchgeführt wurde, übte Lütjens Kritik, weil offenbar nicht alle Anwohner in Klein Borstel mit Postwurfsendungen auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht wurden. „Sollen wir Klein Borsteler nur die halbe Wahrheit hören? Ist es zu unangenehm zu erklären, dass es überhaupt kein weitreichendes Konzept für die Verkehrsführung während der Sanierungsphase gibt?“, fragt Lütjens und spricht davon, dass der Behörde der Respekt gegenüber dem Volk fehlt.

Lütjens fordert weiterhin ein umfassendes Verkehrskonzept für Klein Borstel, Wellingsbüttel und die angrenzende Stadtteile während der fünfjährigen geplanten Sanierungsphase.

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