8. Juli 2020
Klein Borstel

Streit um den Volkslauf

Vor dem Jubiläumslauf gibt es Querelen um Namensrechte

Volkslauf

Rund 2500 Läufer gingen jedes Jahr – bei Wind und Wetter – an den Start Foto: Oberalster V.f.W.

KLEIN BORSTEL Am 27. September findet zum 30. Mal der „Volkslauf durch das schöne Alstertal“ statt. Vom Bambini-Lauf bis zum Halbmarathon gibt es verschiedene Strecken, die entlang des Alsterlaufs von Klein Borstel bis über Poppenbüttel und retour führen. Das Anmeldeportal ist unter www.oberalsterlauf.de freigeschaltet. „Sind sonst rund 2500 bei unserem Event dabei, dürfen in diesem Jahr nach derzeit gültigen Corona-Auflagen maximal 999 Läufer an den Start gehen – wir haben alle behördlichen Genehmigungen erhalten“, sagt Nizar Müller, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Vereins Oberalster V.f.W.

Die wenigsten Läufer werden wissen, dass es hinter den Kulissen gewaltig brodelt. Einige Mitglieder der Lauftreff-Sparte des Oberalster-Vereins hatten sich mit der neuen Vereinsführung zerstritten und beanspruchen die renommierte Laufveranstaltung für sich. Mehr noch: Für ihren neu gegründeten Verein wählten sie pikanterweise den Namen der bisherigen Abteilung – Lauftreff Alstertal e.V., der überdies dieselbe Adresse wie Oberalster nutzt.

„Außerdem haben sie unsere Homepage lauftreff-alstertal.de annektiert. Das wird ein juristisches Nachspiel haben“, droht Müller, „unser Verein hat einen eklatanten Imageschaden erhalten, daher prüfen wir Schadenersatzforderungen in fünfstelliger Höhe.“

Der Hamburger Sportbund (HSB) indes bewirbt den Oberalster-Lauf in diesem Jahr nicht wie gewohnt. „Beide Vereine sind bei uns Mitglied, daher müssen wir neutral sein und uns aus den Streitigkeiten raushalten“, heißt es dazu aus der Pressestelle.

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