30. April 2022
Fuhlsbüttel

Verein schlägt Kooperationen vor

Wie geht es weiter mit den betreuten Spielplätzen?

Spielplatz

Die Vereinsvorsitzende Linde Kohl-Jürgens kämpft für die betreuten Spielplätze Foto: Blume

FUHLSBÜTTEL 70 Jahre gibt es den Verein Aktion Kinderparadies, der vormittags auf 18 Hamburger Spielplätzen flexible, stundenweise und günstige Kinderbetreuung anbietet. Doch zum Feiern gibt es wenig Grund.

Vor einem Jahr war für den gemeinnützigen Träger der Jugendhilfe die Landesförderung ausgelaufen, doch durch Umschichtungen im Haushalt konnte das Bezirksamt Hamburg-Nord die Finanzierung bis Dezember 2021 sichern. „Seit Jahresbeginn müssen wir Kosten in Höhe von 60.000 Euro selbst stemmen“, sagt die Vereinsvorsitzende Linde Kohl-Jürgens. Für das laufende Jahr seien genügend Spenden eingeworben worden, doch die Zukunft ist ungewiss.

„Am liebsten würden wir dauerhaft an ein städtisches Kinder- und Familienzentrum andocken“, wünscht sich die Juristin, die ihre Vorschulzeit bei einer „Parktante“ genossen hat. Alternativ hofft sie, über Stiftungen Gelder akquirieren zu können und würde gerne die Spielhäuser für Kindergeburtstage oder für Anmietung von Tagesmüttern öffnen – letzteres ist jedoch nur mit Genehmigung der Bezirksämter möglich, die für die Pflege und Instandhaltung der Spielplätze und -häuser zuständig sind.

„Leider herrschen bei den Ämtern noch Bedenken und Zurückhaltung, doch wir trauen uns einiges zu“, gibt sich Linde Kohl-Jürgens zuversichtlich und verweist auf großen Rückhalt der Eltern. „Wir verstehen uns nicht als Kita-Konkurrenz, sondern sind eine Ergänzung in der Kinderbetreuung und bieten eine Alternative unter anderem für sensible Kinder und neu hinzugezogene Hamburger Familien.“

Für den Standort im Erdkampsweg sucht der Verein Betreuerinnen – idealerweise ein Team aus Müttern in Elternzeit, das wechselweise Kinder im freien Spiel begleitet. Eine sorgfältige Einarbeitung wird angeboten.

Infos T 0162/635 03 48, 040/511 79 15 und www.aktion-kinderparadies.de

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