10. November 2022
Fuhlsbüttel

Verein fordert kürzere Betriebszeiten

Flughafen: So ließen sich Gas und Strom sparen

Foto: Waltraut Haas

FUHLSBÜTTEL Der Flughafen und der Senat sollten dem Vorbild von Aldi Nord folgen und die Betriebszeiten am Airport einschränken – das fordert zumindest der Verein Notgemeinschaft der Flughafenanlieger Hamburg.

„Der Flughafen verbraucht jährlich 50 Millionen Kilowattstunden Erdgas, das entspricht dem Verbrauch von 13.000 Bürgerhaushalten“, rechnet Chemiker Gebhard Kraft, Vorsitzender der Notgemeinschaft. Und der Stromverbrauch am Airport sei mit über 40 Mio. kWh so hoch wie der Verbrauch aller Einwohner von Innenstadt, Blankenese und Fuhlsbüttel. Mit einer Einschränkung der Betriebszeiten im innerstädtischen Flughafen auf 7 bis 19 Uhr lasse sich rund ein Drittel des Energieverbrauchs einsparen, so Kraft.

Mit dem Vorschlag sieht der Verein weitere Vorteile: Das Nachtflug-Chaos entfalle. Für Fluggäste stünde genügend Personal zur Abfertigung bereit, was ihre Reisezeiten oft halbieren könne. Der Flughafen käme der anvisierten Klimaneutralität etwas näher. Schließlich reduziere die Abschaltung der Beleuchtung über Nacht zudem die nächtliche Lichtverschmutzung.

Kraft
Chemiker Gebhard Kraft erhob mit dem Nabu Hamburg Anfang 2022 auch Messdaten am Airport: Anflüge erzeugten zwischen 30.000 und 70.000 Ultra-Feinstaub-Partikel pro Kubikzentimeter Luft Foto: Haas

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