31. Dezember 2022
Fuhlsbüttel

Totschlag wegen Lärmbelästigung

Acht Jahre und zehn Monate für den Täter

Justizia

FUHLSBÜTTEL In einer Wohnanlage für ältere Menschen am Kurzen Kamp in Fuhlsbüttel waren die Nachbarn von einem 66-jährigen Mieter, der seinen Fernseher oft laut laufen ließ, genervt. Häufig gab es Beschwerden, einmal sogar eine Räumungsklage. Aber Michael G. durfte in seiner Wohnung bleiben.

Am 2. Mai dieses Jahres gingen bei seinem Nachbarn Klaus F. (61) die Nerven durch. Gegen 20.00 Uhr klingelte er bei Michael G. an der Haustür und erstach seinen Nachbarn mit einem Küchenmesser. Wegen Totschlags verurteilte ihn das Hamburger Landgericht nun zu einer Haftstrafe von acht Jahren und zehn Monaten. Der Angeklagte hatte seinen Nachbarn mit zwölf Messerstichen getötet.

Der allein lebende Angeklagte hatte sich am Tattag einen gemütlich Abend mit Wein und Pizza machen wollen. Doch dann, so erklärte er, habe ihn am frühen Abend wieder mal der laute Fernseher gestört. Er habe nach einem Küchenmesser mit einer 16 Zentimeter langen Klinge gegriffen und bei seinem Nachbarn geklingelt. Auf die Frage, warum er so laut sei, habe der Nachbar keine Antwort gegeben. Da habe er zugestochen. Der Nachbar habe keine Gegenwehr geleistet.

Nach der Tat stellte sich der Täter in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Dort gestand er die Tat einer
Justizangestellten.

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