15. Januar 2022
Fuhlsbüttel

BIG-Fluglärm hat neuen Vorstand

Kritik an „fehlgeleiteter Luftverkehrspolitik“

Optik

Uwe Schröder, Martin Mosel, Rechtsanwalt Rainer Köncke (v. l.) im neuen BIG-Vorstand Foto: privat

FUHLSBÜTTEL Kürzlich wählte die BIG-Fluglärm Hamburg einen neuen Vorstand: Vorsitzender ist Martin Mosel als Nachfolger von Dr. Michael Breyer, der nicht mehr antrat. Stellvertreter blieb der Alsterdorfer Rechtsanwalt Rainer Köncke. Journalist Uwe Schröder aus Groß Borstel ist neuer Schatzmeister.

Martin Mosel sei ein streitbarer Experte, lobte Breyer seinen Nachfolger. Bundesweit vernetzt und erfahren bringe er die BIG weiter. Mosel ist seit Jahrzehnten engagiert als Sprecher einer Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein und ist stellvertretender Vorsitzender im BUND Hamburg. In Gremien warnt er vor den Belastungen des Flugverkehrs. „Es reicht heute nicht mehr, mahnende Banner hochzuhalten“, betont Mosel. Debatten und Beschlüsse fänden statt in Ausschüssen, Gremien und Parlamenten.

Verbesserungen der Luftqualität, in Lärm- und Klimaschutz seien nur zu erwarten, wenn die Zivilgesellschaft den Druck erhöhe. „Wir engagieren uns weiter als Korrektiv einer fehlgeleiteten Luftverkehrspolitik – zusammen mit Vereinen und Initiativen für Klima- und Fluglärmschutz.“

Rainer Köncke moniert Verstöße gegen Nachtflugbeschränkungen: „Verspätete Flüge stören die Nachtruhe, mit nachweislich negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Auch Anwohner haben ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.“

Uwe Schröder verweist auf die Schadstoffe im Flugbetrieb, unter denen Anwohner leiden: „Krebserregende Ultrafeinstäube und giftige Aerosole entstehen beim Verbrennungsvorgang der Triebwerke und verpesten die Luft in Wohngebieten. Studien belegen einen Anstieg von Herz- und Kreislauferkrankungen und niedrigere Lebenserwartung.“ Fazit: „Höchste Zeit, Flugbetrieb über bewohnten Gebieten zu verbieten.“

Mehr Informationen unter: www.big-fluglaerm.de

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