26. Juni 2021
Alsterdorf

Wieder kein Geld für die Löschzwerge

CDU spendet 400 Euro aus Sitzungsgeldern

Jugend

Martina Lütjens und Matthias Busold (l.) übergeben stellvertretend für die CDU-Bezirksfraktion eine Spende an Christopher Meyer von den Alsterdorfer Löschzwergen als Zeichen der Solidarität Foto: Kuchenbecker/CDU

ALSTERDORF Die CDU-Fraktion der Bezirksversammlung Hamburg-Nord versucht seit mehr als einem Jahr, den Alsterdorfer Löschzwergen, der Jugendorganisation der Freiwilligen Feuerwehr Alsterdorf, die Mittel für den Kauf eines Kleinbusses zur Verfügung zu stellen. Doch die grün-rote Mehrheit stoppte in der Juni-Sitzung der Bezirksversammlung erneut einen Antrag der Christdemokraten.

Mit dem Kleinbus sollen die Jugendlichen zu Ausbildungsveranstaltungen gefahren werden – und, falls es später als 21 Uhr wird, auch nach Hause. Inzwischen fehlen der Jugendfeuerwehr nur noch knapp 15.000 Euro, mehr als 11.000 Euro haben die Mitglieder durch Spenden aufgetrieben. Jetzt ist auch noch eine Spende in Höhe von 400 Euro aus Sitzungsgeldern der CDU-Fraktion hinzugekommen.

„Wir danken der CDU-Fraktion der Bezirksversammlung Hamburg-Nord für die Spende. Damit sind wir auf dem Weg zur Beschaffung eines Kleinbusses für die Jugendfeuerwehr Alsterdorf ein kleines Stück weiter“, freut sich Christopher Meyer, erster Vorsitzender der Alsterdorfer Löschzwerge.

Die Christdemokraten wollen ein Zeichen der Solidarität setzen. „Die erneute Ablehnung ist ein schwerer Schlag für die freiwillige Feuerwehr und für das Ehrenamt allgemein. Für die grün-rote Mehrheit scheint der Schutz der Menschen in Alsterdorf und das Engagement der Jugendlichen keine Bedeutung zu haben“, kritisiert Matthias Busold, CDU Abgeordneter für Alsterdorf.

Auch Martina Lütjens (CDU) ist verärgert: „Dieses Verhalten von Grünen und SPD ist nicht akzeptabel.“ Die möchten der Feuerwehr zwar auch den Bus ermöglichen, nur nicht aus Bezirksmitteln. Senat und Bürgerschaft könnten einspringen, denn wenn alle freiwilligen Feuerwehren kämen und sich Kleinbusse finanzieren wollten, würde das die Bezirksmittel übersteigen.

Bemühungen auf Landes­ebene seien jedoch bisher fehlgeschlagen. „Ich sehe dem dennoch ganz positiv entgegen, dass da noch etwas möglich ist, aber über die Bürgerschaft Mittel zu bekommen, das dauert“, erläutert Grünen Fraktionsvorsitzender Timo Kranz. Außerdem gebe es einen Pool von Fahrzeugen, die freiwillige Feuerwehren ausleihen könnten. CDU und FDP wollen im Bezirk weiter für Fördermittel kämpfen.

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