7. Oktober 2020
Ausgabe Jenfeld

„Wir sind die Basis“

Stadtteilpolizist Goltz in Jenfeld unterwegs

Der Stadtteilpolizist in Jenfeld Michael Goltz (53) Foto: rg

JENFELD Michael Goltz lebt zwar in Bad Segeberg, kennt Hamburg aber schon viele Jahre. Unter anderem war der Polizist in der Verkehrsstaffel Ost tätig. „Die großen Straßen kenne ich schon, nun lerne ich auch die kleinen kennen“, sagt der neue Stadtteilpolizist für Jenfeld-Nord. Seit 2011 ist der 53-Jährige am PK 38 in Rahlstedt, hat bereits Erfahrungen in Meiendorf und Oldenfelde als bürgernaher Beamter gesammelt – und auch in Jenfeld, wenn auch nur vertretungsweise.

Goltz ist nun zwischen Bekkamp, Charlottenburger Straße und Schöneberger Straße unterwegs, auch das Neubaugebiet Jenfelder Au gehört zu seinem Gebiet.
„Es gibt Brennpunkte in Jenfeld. Hier leben auch viele Ärmere und Migranten“, so die Einschätzung von Michael Goltz. Vor allem häusliche Gewalt sei ein Problem, auch der Straßenverkauf von Drogen.
„Ich habe auch viel mit der Saga zu tun, wenn es Pro­bleme mit Mietern gibt“, sagt der Stadtteilpolizist.
Er betreut auch zwei Flüchtlingsunterkünfte, zwei Grundschulen und diverse Kitas. Für den Job brauche man Lebenserfahrung und Fingerspitzengefühl, sagt der 53-Jährige: „Man muss mit den Menschen unterschiedlich reden. Ich versuche, mich entsprechend anzupassen.“ Das liege nicht jedem Beamten.
„Allein zu arbeiten ist eine Kunst“, sagt Michael Goltz. Wichtig seien Kontakte – auch um Informationen zu sammeln und Straftaten aufzuklären.

„Wir sind die Basis, wir kennen unser Gebiet und unsere Schäfchen“, so der Stadtteilbeamte. Häufig könne er so der Kripo helfen. Wichtig sei aber auch der Kontakt zu Schulleitern und Lehrern. „Es macht Spaß, immer mehr Leute kennenzulernen. Man gräbt ständig weiter“, sagt Michael Goltz. Und erweitert den Horizont: „Ich bin immer wieder erstaunt“, sagt er.

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