5. Februar 2022
Tonndorf

Gedenken an die NS-Opfer

Linken-Fraktion erinnert an getötete Kinder und stellt Kerze ins Fenster

Die Wandsbeker Linke gedachte der NS-Opfer Foto: wb

TONNDORF/WANDSBEK Auch die Linke hat sich am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus beteiligt. Partei und Fraktion haben am ehemaligen Außenlager des KZ Neuengamme in der Ahrensburger Straße einen Kranz niedergelegt.

„Das dunkelste Gedankengut unserer Geschichte durchdringt unsere Gesellschaft bis heute. Zum Glück haben wir in Wandsbek eine starke parlamentarische Erinnerungskultur. Der Kampf um die Erinnerung an die Opfer bleibt unsere Aufgabe und Verpflichtung“, so die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Sabine Muhl.

Da es in Wandsbek keinen eigenständigen Gedenkort für die Kinder unter den NS-Opfern gibt, nutzt die Linke ihr Parteibüro in der Schloßstraße für eine Mahnwache. Für 33 Tage steht dort im Fenster eine Kerze, stellvertretend für alle getöteten Kinder.

Es gibt dazu Infomaterial, Mahnwachen werden durch Parteimitglieder organisiert. 33 Tage Leben, in einem KZ geboren, in einem anderen KZ gestorben: Das ist die kurze Lebensgeschichte des neugeborenen Babys der Zwangsarbeiterin Barbara Stawicka.

Das Kind starb im KZ-Außenlager in Sasel und wurde 1957 auf den Friedhof Ohlsdorf umgebettet. Die Mutter überlebte die Gräueltaten und starb mit 28 Jahren in Schweden an den Spätfolgen der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen im Konzentrationslager.

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