18. Juni 2022
Jenfeld

Protest an der Rodigallee geht weiter

Nein zu Fahrbahnverengung. CDU fragt Anwohner

Ortstermin der CDU an der Rodigallee Foto: rg

JENFELD Im Stadtteil wächst die Kritik an den Plänen, die Rodigallee von vier auf zwei Fahrspuren plus Busspur zu verengen. Anwohner fürchten erhebliche Staus, hauptsächlich am Nachmittag. Vor allem aber die Planung des Umbaus ohne Beteiligung der Menschen kommt nicht gut an.

Die CDU hat den Ball aufgenommen und einen Ortstermin organisiert, gleichzeitig hat sie Tausende Flyer mit einer Umfrage zur Rodigallee in Jenfeld verteilt. Geduldig hörte sich Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion zusammen mit weiteren Abgeordneten die Kritik der Menschen an.

„Die Planung wurde uns von irgendeinem Büro übergestülpt, das ist nicht hinnehmbar“, sagte Gernot Ahrens, Mitglied der Stadtteilkonferenz Jenfeld. Er befürchtet auch verstopfte Abbiegerspuren in der Rodigallee. Vielleicht sei eine testweise Sperrung für vier Wochen erkenntnisreich, so Ahrens. Auch der Weg für Rettungswagen ins nahe AK Wandsbek werde versperrt, so ein weiterer Kritikpunkt. Es gebe andere Straßen in Jenfeld, die dringender saniert werden müssten, hier solle alles so gelassen werden, ergänzte ein anderer Anwohner. „Die Leute hier wurden gar nicht gefragt“, so der für Jenfeld zuständige CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Ralf Niedmers.

Die Planung für die Rodigallee sei im Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft noch gar nicht vorgestellt worden, so der CDU-Bezirksabgeordnete Jörn Weiske. Die Planung solle auf Eis gelegt werden. „Wir müssen mit allen Beteiligten, Anwohner wie Gewerbetreibende, reden. Wenn der Druck aus der Bevölkerung wächst, bekommen wir vielleicht eine Reaktion“, fasste Dennis Thering die Diskussion zusammen.

Die CDU-Fraktion will jetzt eine kleine Anfrage zu den Baukosten und der Ausschreibung stellen. Der Rücklauf der Flyer-Aktion sei mit mehr als 100 sehr gut, sagte Natalie Hochheim, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion: „Es kam eigentlich nur Kritik.“ Angedacht ist nun, eine Bürgerinitiative zur Rodigallee zu gründen.

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