14. Mai 2022
Jenfeld

Kritik an fehlender Beteiligung

Diskussion um Umbau der Rodigallee geht weiter

Die Rodigallee soll zwischen Marienthal und Jenfeld saniert und umgestaltet, Radwege sollen ausgebaut werden Foto: Glitz

JENFELD Nachdem die Stadtteilkonferenz die vom Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer vorgestellten Pläne zur Umgestaltung der Rodigallee heftig kritisiert hatte, hat nun die CDU-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung der Bezirksversammlung gebracht.

Hauptkritikpunkt: Weder Öffentlichkeit noch Bezirksversammlung seien bei der Planung beteiligt worden. Wie das Wochenblatt berichtete, soll die gesamte Rodigallee zwischen Marienthal und Jenfeld saniert werden. Dabei sollen zwei Fahrspuren in jede Richtung wegfallen, stadteinwärts eine Busspur geben. Die Radwege sollen ausgebaut werden.

Die Stadtteilkonferenz Jenfeld befürchtet u.a. massive Staus in den Hauptverkehrszeiten. Baubeginn soll Mitte 2023 sein, die Arbeiten sollen Ende 2025 fertig sein. Für Kritik und Anregungen haben die Bürgerinnen und Bürger nur zwei Wochen Zeit. In ihrem Antrag fordert die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek, die bezirklichen Gremien sofort in die Planung einzubeziehen und umgehend eine Bürgerbeteiligung mit einer Abstimmungsmöglichkeit über unterschiedliche Varianten für Sanierung und Umbau der Rodigallee zu starten – mit und ohne Spurverringerung. „Die Rodigallee ist eine wichtige Hauptstraße, deren Leistungsfähigkeit im Zuge einer Sanierung zwingend erhalten bleiben muss. Bereits jetzt kommt es zu Rückstaus“, so CDU-Fraktionschefin Natalie Hochheim.

Eine Bürgerbeteiligung sei dringend geboten. „Eine Reduzierung der Fahrstreifen der Rodigallee darf nicht zu Lasten der Pendler und Anwohner gehen. Staus und die Verdrängung in die anliegenden Wohngebiete sind bei dem jetzigen Kenntnisstand über die Planungen programmiert“, sagt Axel Kukuk, CDU-Wahlkreisabgeordneter für Marienthal und Jenfeld. „Dass gerade bei einer Planung, die massive Änderungen herbeiführt, die Einbeziehung der Bezirksversammlung nicht stattgefunden hat, ist nicht hinnehmbar“, so Hochheim und Kukuk. Der Antrag wurde mehrheitlich in den Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft überwiesen.

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