13. März 2021
Ausgabe Jenfeld

In der Schule hat sich keiner angesteckt

Ergebnis zu Corona an Stadtteilschule liegt vor

JENFELD Die Ursachen für den Corona-Ausbruch an der Max-Schmeling-Schule im November liegen laut einer aktuellen Analyse vermutlich außerhalb der Schule.
Damals wurden 37 Schülerinnen und Schüler sowie vier Schulbeschäftigte aus mehreren Klassen und Jahrgangsstufen der Stadtteilschule in Jenfeld positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Um diese Häufung aufzuklären, veranlasste die Gesundheitsbehörde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Wandsbek eine Sequenzierung von Speichelproben.
Das Ergebnis: Die Infizierten weisen unterschiedliche Virenstämme auf. Eine Infektionskette aus einer Quelle kann damit ausgeschlossen werden.

Heterogenes Bild

Eine solche Infektionskette hatte es an der Heinrich-Hertz-Stadtteilschule in Winterhude gegeben. Im September 2020 hatten sich mindestens 25 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bei der gleichen Person angesteckt. Schulsenator Ties Rabe hatte bis dahin stets versichert, Hamburgs Schulen seien sichere Orte.

Die Genom-Analyse von Coronaviren liefert Informationen über Infektionsquellen und Infektionswege, ist aber sehr aufwendig und kann nur in Speziallaboren durchgeführt werden.
Die Analysen im Umfeld der Max-Schmeling-Schule zeigen laut Schulbehörde ein heterogenes Bild.
Die ausgewerteten Proben aus Jenfeld weisen unterschiedliche Virenstämme und Merkmale auf. Weitere Hinweise gaben eine epidemiologische Analyse des Gesundheitsamtes Wandsbek zum Infektionsgeschehen in der Schule und im regionalen Umfeld. Demnach könne nicht von einem einzelnen eingrenzbaren Infektionscluster an beziehungsweise innerhalb der Schule ausgegangen werden. Eine aus einer Quelle unmittelbar zusammenhängende Infektionskette könne damit ausgeschlossen werden.

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