25. September 2021
Hohenhorst

Würdigung für eine gute Arbeit

Haus am See bekommt Geld von der Stadt

Christine Nikolai (v.l.n.r.), Wiebke Meyer, Aydan Özoğus, Katja Rosenbohm und Michael Ludwig am Haus am See Foto: Glitz

HOHENHORST Es war mehr als ein Höflichkeitsbesuch. Michael Ludwig (SPD), Katja Rosenbohm (Grüne) und Aydan Özoğus, SPD-Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin der Nachbarschaftsmütter, brachten gute Nachrichten mit: Zunächst bekommt das Haus 248.000 Euro für eine neue Lüftungsanlage.

Die alte war unzureichend geplant, der südliche Teil des Gebäudes heizt sich im Sommer stark auf. Im kommenden Frühjahr soll die Modernisierung beginnen. Fast noch wichtiger: Die Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit der Hohenhorster Nachbarschaftsmütter ist gesichert: Rund 102.000 Euro aus verschiedenen Töpfen.

Damit werde die gute Arbeit im Quartier gewürdigt, so Ludwig und Rosenbohm. „Wir freuen uns sehr. Es herrschte große Unsicherheit“, sagte Wiebke Meyer, Leiterin des Projektes. Seit 2014 erreichten die 18 Mütter und ein Vater rund 1.200 Familien mit Migrationshintergrund, informierten sie über Hilfen zur Integration und bauten ein Netzwerk in Hohenhorst auf.

Zukunft des Cafés „Horst“ nicht gesichert

Das alles für eine Aufwandsentschädigung. „Corona ist eine weitere Herausforderung, aber wir haben den Kontakt gehalten“, so Meyer weiter. Besonders wichtig seien korrekte Informationen zur Pandemie gewesen, viele Familien hatten und haben nicht die technischen Mittel für Homeschooling.

Noch nicht gesichert ist die Zukunft des Cafés „Horst“. Es wurde von sechs Langzeitarbeitslosen betrieben, von denen vier mittlerweile in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wurden. „Ein voller Erfolg“, sagt Wiebke Meyer: „Wir haben jetzt endlich die Gäste, die wir immer wollten, aber haben keine Einnahmen.“ Im Februar läuft das Projekt aus, soll aber weiter geführt werden. Dabei soll es Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen in Hohenhorst geben. „Das Café war und ist ein Anker, die Essensausgabe wird gebraucht“, sagte Aydan Özoğus.

Auch interessant