13. März 2021
Ausgabe Jenfeld

Grünfläche statt Tankstelle

Bezirksversammlung stimmt für Umwandlung

Ingo Freund (l.), SPD und Jan-Hendrik Blumenthal, Grüne Foto: Grüne Wandsbek

WANDSBEK Auf dem Eckgrundstück Nordschleswiger Straße/Walddörfer Straße am Ring 2 befindet sich seit Jahrzehnten eine Tankstelle.

Nach geltendem Planrecht ist hier eigentlich eine Grünfläche vorgesehen. Nun läuft der Pachtvertrag für die Tankstelle aus. Die rot-grüne Koalition will die Chance nutzen, hier eine öffentliche Grünfläche zu entwickeln. Innerstädtisches Grün sei ein Aspekt hoher Lebensqualität, sagt Jan-Hendrik Blumenthal, Fachsprecher für Stadtplanung der Grünen Fraktion Wandsbek: „Grünflächen sorgen für bessere Luft und mindern den Lärm, was gerade hier an dem viel befahrenen Ring 2 sinnvoll ist.“

Durch die Entsiegelung sei außerdem der Lückenschluss im Grünverbund zwischen dem nord-östlich angrenzenden Grünzug am Eulenkamp, dem Friedhof Wandsbek und dem südlich verlaufenden Wandsegrünzug möglich. Bei der Planung sollen die Bürger mitbestimmen.

„Wichtig ist uns hierbei, dass wir die Anwohnerinnen und Anwohner bei der Gestaltung beteiligen, damit die neue Grünfläche ihren Wünschen und Anforderungen entspricht“, ergänzt Ingo Freund, Sprecher für das Kerngebiet der Wandsbeker der SPD-Fraktion. Der Pachtvertrag soll nicht verlängert, Kosten und Umsetzung geprüft werden. Die Mehrheit der Bezirksversammlung stimmte dem Antrag zu.
Kritik kommt allerdings von der CDU.

Seit 1957 werde an diesem Standort erfolgreich eine Tankstelle betrieben. Die CDU-Fraktion setze sich für den Pächter und seine Beschäftigten ein und fordere den Erhalt. Es seien jahrelange Streitigkeiten vor Gericht zu erwarten, so die Wandsbeker CDU-Bezirksabgeordnete Natalie Hochheim: „Rot-Grün will über ein Privatgrundstück entscheiden, als wenn es der Stadt gehöre. Das ist rechtlich so nicht möglich und ein verheerendes politisches Signal an Gewerbetreibende und deren Beschäftigte.“

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