20. März 2021
Ausgabe Jenfeld

Ein neues Stellwerk ist geplant

Modernisierung dient auch der S4

Hier entsteht das neue Stellwerk Foto: Glitz

RAHLSTEDT/TONNDORF Am Bahnübergang „Am Pulverhof“ wird in diesem Jahr ein neues Elektronisches Stellwerk errichtet. Es wird nach Informationen des Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter die beiden Relaisstellwerke Wandsbek und Rahlstedt aus dem Jahr 1982 ablösen.
Ziel sei eine bessere Betriebsstabilität auf der Strecke Lübeck – Hamburg. Das neue Gebäude wird so groß gebaut, dass es später auch noch einen Stellrechner für die beiden zusätzlichen Gleise der S4 aufnehmen kann. Diese sollen bis 2025 errichtet werden. Standort für das zweistöckige Modulgebäude des Elektronischen Stellwerks ist das kleine Wäldchen zwischen der Bahnstrecke und der Stein-Hardenberg-Straße, direkt an der zukünftigen

S-4-Station „Pulverhof“.

Das neue Stellwerk wird nicht mehr mit Personal besetzt sein, sondern von der Betriebszentrale in Hannover aus ferngesteuert werden. Es soll voraussichtlich ab Frühjahr 2022 in Betrieb gehen und dann Weichen und Si-gnale zwischen dem Bahnhof Hamburg-Wandsbek und der zukünftigen Überleitstelle Stellmoor mit modernster Leit- und Sicherungstechnik steuern. „Die Betriebssicherheit auf der Strecke wird dadurch erhöht. In Rahlstedt muss das alte Stellwerksgebäude zudem den neuen Gleisen im Zuge des Baus der S4 weichen, sodass hier rechtzeitig Ersatz geschaffen werden muss“, sagt der SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter.

Neue S-Bahnen

Unterdessen investiert Hamburg weiter in den öffentlichen Nahverkehr der Stadt: Noch im Mai sollen nach Angaben der Verkehrsbehörde weitere 64 S-Bahnen der Baureihe 490 bestellt werden. Sie sind gedacht für die künftigen Projekte wie die S4 und den Hamburg-Takt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 400 Millionen Euro für die kommenden zehn Jahre. Die Fahrzeuge sollen bis zum Start der neuen Nahverkehrsprojekte ausgeliefert werden.

Auch interessant