29. Mai 2021
Rothenburgsort

Der lange Weg zum neuen Dach

St. Thomas Kirche ist stark sanierungsbedürftig

Architektin Sibylle Rehder vom Kirchenkreis Hamburg Ost, Pastorin Cornelia Blum und Bundestagsabgeordneter Christoph de Vries warten gespannt auf die Sanierung Foto: Bezirksamt Mitte

ROTHENBURGSORT Die evangelische St. Thomas Kirche im Vierländer Damm in Rothenburgsort ist ins Bröckeln geraten und soll möglichst bald aufwendig saniert werden. Doch die Kosten von knapp einer Million Euro müssen erst Schritt für Schritt zusammengetragen werden.

Deshalb freut sich Pastorin Cornelia Blum auch über jede kleine Spende von den Gemeindemitgliedern und den „Fans der Kirche“. Nun hat der Bund 250.000 Euro zur Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes aus den 3,2 Millionen Sondermitteln für denkmalgeschützte Objekte bereitgestellt. Mit dieser stattlichen Summe soll das Kirchenschiff mit einem neuen Kupferdach gedeckt und der Turm komplett saniert werden, der immerhin die Zerstörung des ursprünglichen Kirchengebäudes 1943 noch überstanden hatte.

Die finanziellen Mittel werden im Rahmen des Denkmalschutzsonderprogramms gewährt und decken nun „immerhin schon mal ein Viertel der Gesamtkosten“, so Blum, die weitere Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen beantragt hat, aber damit rechnet, um die 300.000 Euro aus eigenen Mitteln und Spenden finanzieren zu müssen. „Die St. Thomas Kirche ist prägend für das Stadtbild in Rothenburgsort und irgendwo auch ein Wahrzeichen für ein Quartier, das im Zweiten Weltkrieg besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde“, so der Bundestagsabgeordnete aus Hamburg-Mitte, Christoph de Vries, der sich für die Sanierung der Kirche stark gemacht hatte.

Das Kirchengebäude mit seiner besonderen Geschichte sei aber nicht nur ein wichtiger optischer Standort in Rothenburgsort, sondern auch ein religiöses und soziales Zentrum für alle im Quartier. Gottesdienste, Konzerte und Lesungen finden in der St. Thomas Kirche regelmäßig statt und die Nachbarn und Mitglieder warten schon sehnsüchtig darauf, dass die Corona-Maßnahmen gelockert werden und es wieder mit dem vollen Programm weitergehen kann.

„Noch geht es mit den Sanierungen leider nicht los, aber so langsam kleckern immer mehr Spenden rein“, so Cornelia Blum begeistert. Die Gemeinde spreche viel über die anstehenden Renovierungsarbeiten und die Pastorin freue sich, wenn sie dann endlich den Startschuss bekannt geben kann. In der Zeit der Sanierung soll der Kirchenbetrieb wie gewohnt weitergehen. „Das wird eine spannende Zeit.“

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