17. Juli 2021
Horn

U-Bahn-Baustelle stresst die Anwohner

Belästigung durch Lärm, Dreck und Umleitungen

Elena Kirsanow kann nicht mehr direkt zu ihrem Hauseingang und weiß, dass viele ältere Nachbarn das Haus nicht mehr verlassen Foto: Grell

HORN An der U-Bahn-Station Horner Rennbahn wird kräftig gebaut, weil die U-4-Trasse um zwei weitere Stationen in Richtung Horner Geest verlängert werden soll.

Nicht alle Anwohner sind glücklich damit, denn überall kommt es zu Sperrungen, Lärm und „so viel Dreck und Staub, dass wir die Fenster nicht mehr öffnen können“, ärgert sich Elena Kirsanow aus dem Meurerweg, die jetzt auch noch über den Parkplatz zu ihrem Hauseingang gelangen muss, weil der direkte Zugang gesperrt wurde.

„Wir haben uns schon vorher gedacht, dass es mit der Baustelle schlimm werden würde, aber so anstrengend und laut, haben wir uns das Ganze dann doch nicht vorgestellt.“ Die Hochbahn behauptet allerdings, dass „alle Hauseingänge im Bereich der Baustelle zu jeder Zeit zugänglich sind“, so Sprecherin Lena Steinat. Zeitweise könne es allerdings zu geänderten Wegeführungen kommen, die dann ausgeschildert seien. Die Rampen an den Gehwegen, die überall auch den Zugang mit Rollatoren und Kinderwagen ermöglichen sollen, sind aber „nicht wirklich überall zu finden“, bedauern die Anwohner, die teilweise das Haus nicht mehr verlassen, weil es überall an den Wegen Stolperfallen gibt.

Vor allem im Bereich des Meurerweges klagen die Anwohner auch noch über extrem helles Flutlicht, das Tag und Nacht leuchtet und ihnen den Schlaf raubt. Auch dafür hat die Hochbahn eine simple Erklärung: „Die mobilen Leuchten wurden für den öffentlichen Gehweg installiert und können aus Gründen der Verkehrssicherheit für Fußgänger nachts nicht ausgeschaltet werden.“ Die Anwohner sind über diese Hinweise extrem genervt und hoffen auf mehr Verständnis und Rücksichtnahme vonseiten der Hochbahn. „Wohnraum ist in Hamburg schwer zu bekommen“, weiß Elena Kirsanow. „Sonst würden viele hier jetzt sofort wegziehen.“

Hinweise für Missstände an u4-horn@hochbahn.de

Die Gebäude werden Tag und Nacht mit Flutlicht angestrahlt Fotos: Grell

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