27. März 2021
Horn

Sanierung in längerer Warteschleife

Bezirksamt hat kein Geld für Horner Park

Über eine Sanierung des Bolzplatzes im Horner Park wird in Abhängigkeit von Bedarfen auf anderen Plätzen wohl noch in diesem Jahr entschieden Foto: Fraude

HORN Die dringende Sanierungsbedürftigkeit der Anlagen im Horner Park ist augenscheinlich. Nach dem Willen des zuständigen Regionalausschusses sollten die Mängel des Bolzplatzes und „an den weiteren Sportgeräten“ nun möglichst zeitnah beseitigt werden.

Der Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und FDP erinnert nämlich daran, dass eine Aufwertung des Horner Parks schon „seit Jahren in der Planung“ sei und „deshalb nun auch schnellstmöglich umgesetzt“ werden sollte. Dieser fordert auch, 2200 Euro für die Anschaffung und Montage einer Tennis-/Squash-Platte an der Außenseite des Bolzplatz-Zauns aus den Mitteln des Programms „Active City“ zur Verfügung zu stellen (das Wochenblatt berichtete).

Daraus wird wohl aber erst einmal nichts, wie aus einer Stellungnahme des Bezirks-amts Mitte hervorgeht, das darauf hinweist, dass der Horner Park mit dem „Modellprojekt Mitte machen“, dem „Naturschutzprojekt ‚Natürlich Hamburg‘“ sowie „Biodiversität Hamburger Osten“ aktuell im Fokus von gleich mehreren Großprojekten beziehungsweise Förderprogrammen stehe. Alle Projekte befänden sich in einer vorbereitenden Planungsphase, und man arbeite da-ran, diese so weit zusammenzuführen, dass ein „für den Horner Park verträgliches und förderliches Gesamtkonzept in Bezug auf Gestaltung, Nutzung und Funktionalität“ entsteht. Mit ersten Umsetzungen wird aber „frühestens ab 2022“ gerechnet – und: Das Bezirksamt verweist darauf, dass „Sanierungsbedarf und Nutzerdruck“ auch bei vielen anderen Bolzplätzen sehr hoch sei und wegen eines dafür nur begrenzten Budgets derzeit noch unklar ist, ob jener im Horner Park dazugehören wird. Im negativen Fall werde geprüft, welche „alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zur Aufwertung des Bolzplatzes und Verbesserung des Sportangebotes im Horner Park bestehen und in welchem Zeitrahmen diese umgesetzt werden könnten.“ Vorgezogene Einzelmaßnahmen seien nicht sinnvoll, sodass sich eine Zustandsverbesserung des Platzes zunächst nur auf die „Unterhaltungspflege“ beschränken sollte. Vor diesem Hintergrund wird auch die Installation der Tennis-/Squash-Platte „kritisch gesehen“ und zu bedenken gegeben, dass hierfür erst eine „trittfeste, bespielbare Fläche“ geschaffen werden müsse, wofür das bereitgestellte Budget keinesfalls ausreichend wäre.

Fazit: Die Sanierung des Bolzplatzes und weiterer Anlagen im Horner Park befindet sich trotz des eindringlichen Appells im Antrag des Regionalausschusses und der vielen auf den Park bezogenen Programme wohl in einer längeren Warteschleife.

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