30. September 2020
Horn

Ratten müssen gemeldet werden

Immer wieder Nager in den Stadtteilen

Überall in Hamburg werden Köder ausgelegt, um die Ratten zu bekämpfen. Durch orangefarbene Hinweisschilder wird der Anwohner informiert Foto: Grell

ROTHENBURGSORT An der Stresowstraße in Rothenburgsort sprechen die Bewohner – wie berichtet – von einer regelrechten Rattenplage und haben sich deshalb bereits an die zuständigen Ämter gewandt.

„Wir fühlen uns aber nicht ernst genommen“, betonen die Anwohner, die immer wieder von einer Behörde zur anderen verwiesen wurden. Ratten seien in Großstädten aber leider immer wieder anzutreffen, und trotz effektiver Bekämpfung gelinge es nicht, dieses weit verbreitete Nagetier vollständig zu vertreiben, erklärt das Amt für Hygiene und Umwelt, das für die Rattenbekämpfung zuständig ist. Ratten seien enorm anpassungsfähig und vermehren sich rasch. Eine weibliche Ratte bringe es in der Kette der Vermehrung auf ungefähr 600 Nachkommen pro Jahr.

Wichtig sei in erster Linie, keine Abfälle in den Grünflächen zu entsorgen, keine Tiere zu füttern und auch nicht den gut gemeinten „Apfel für die Vögel“ ins Gebüsch zu werfen. Ratten müssten auf jeden Fall unverzüglich gemeldet werden, und auf privatem Grund muss immer der Eigentümer für eine Bekämpfung sorgen. Das Institut für Hygiene und Umwelt nimmt alle Rattenmeldungen entgegen, koordiniert gegebenenfalls die Bekämpfungsmaßnahmen und kontrolliert den Erfolg: „Die Bürger werden gebeten, verstärkt von ihrer Meldepflicht Gebrauch zu machen.“

Kontakt bei Rattenbefall:
T 428 457 972 oder Fax
428 457 971, E-Mail
sb.hu31@hu.hamburg.de

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