3. April 2021
Horn

Ideen für Quartier nehmen weiter Formen an

Stadtraum Horner Geest 2030 Digitale Abschlusspräsentation ist am 6. April geplant

So sieht ein Architekten-Team die Zukunft des Stadtraums Horner Geest Grafik: Baukontor Architekten

HORN/BILLSTEDT In der letzten Woche fand ein digitales Treffen von Ver-tretern des Bezirks Mitte mit Aktiven des Stadtteils Horn statt. Thema waren die Planungen für den Stadtraum Horn 2030.

Wie berichtet, soll der so genannte Stadtraum Horner Geest, der sich von der Horner Rennbahn entlang der Manshardtstraße bis zur Autobahn zieht, neu geordnet werden. Dafür läuft gerade ein raumplanerisches Werkstattverfahren. Neben einer Freiluftausstellung an der Philippus-Kirche bis zum 1. April finden derzeit verschiedene digitale Veranstaltungen statt.
Abteilungsleiterin Ursula Groß und die Gebietskoor-dinatorin für Billstedt und Horn, Verena Gernert, stellten letzte Woche Entwürfe beteiligter Büros vor. Am 6. April soll dann eine öffentliche Abschlusspräsentation über Youtube stattfinden, an die sich die Erarbeitung eines Rahmenplans anschließt.

Im Lauf des Abends zeichnete sich ab, dass die bisherigen Entwürfe mit einem anderen Projekt kollidieren könnten. Ursula Groß wies nämlich darauf hin, dass die Horner Rennbahn in unmittelbarer Nähe ebenfalls vor tiefgründigen Veränderungen steht. Für den vom Senat gewollten Umbau der Anlage sei bereits ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet worden. Es gehe darum, ob dort tatsächlich nach dem Umbau zweimal wöchentlich Rennen stattfinden und welchen „Lärmeintrag“ das verursachen werde.

Damit wird fraglich, ob östlich des Rennbahn-Geländes Wohnungsbau entstehen kann, wie es einige der bisherigen Ideen vorsehen. Deutlich wurde noch etwas: Die bisherigen Entwürfe kommen auf bis zu 4.000 neue Wohnungen.

Ein Kernpunkt der Ideen ist das Gelände um das Einkaufszentrum (EKZ) an der Manshardtstraße. Mit dem Gelände haben sich die beteiligten Büros intensiv auseinandergesetzt. Das bisherige EKZ soll verschwinden. Der Platz könnte mit einem neuen Kino sogar überregional interessant werden. Zu den Ideen gehört auch eine Art Markthalle oder das Vorhaben, das Gemeindegelände von Philippus-Rimbert stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Eigen ist in allen Entwürfen, dass in die Erdgeschosse der (neuen) Gebäude Gewerbe oder soziale Projekte einziehen sollen. Einige wollen die Zeilenbebauung erhalten und durch „Kopfhäuser“ ergänzen, andere legen starken Wert auf das Grün, wollen sogar eine Art grünen Ring schaffen.
Interessant – möglicherweise auch kontrovers – werden Diskussionen darüber verlaufen, wie es mit den Parkplätzen im Viertel weitergehen wird. Einer der Teilnehmer sah auch ein Problem in der Absicht, die gegenwärtige Bebauung weiter zu verdichten: „Damit haben wir im Stadtteil keine guten Erfahrungen gemacht“.

 

BETEILIGTE BÜROS
‰ ADEPT
‰ Baukontor Architekten, Feddersen & Klostermann, Nipkow Landschaftsarchi-tektur, Atelier Girot
‰ BeL, coido, Copen-hagenize, Karres en Brands
‰ LRW Architekten, RMPSL.LA‰ Vandkunsten
WEBSITE FÜR DIE  BETEILIGUNG
https://beteiligung.hamburg/horner-geest-2030/#/

Auch interessant