13. März 2021
Horn

Filmkulissen in Hamm und Rothenburgsort

Hier gehen „falsche Polizisten“ ein und aus

Franziska Weisz (v.l.), Wotan Wilke Möhring und Franziska Hartmann beim Settermin „Tatort – Tödliche Flut” in Rothenburgsort Foto: Röhe

HAMM/ROTHENBURGSORT Nicht überall, wo Polizei draufsteht, ist auch Polizei drin. Immer wieder berichtet das Hamburger Wochenblatt über „falsche Polizisten“, die insbesondere alte Menschen um ihr Erspartes bringen wollen. Es gibt aber eine Ausnahme, bei der die Behörden „falsche Polizisten“ ganz offiziell erlauben: bei Filmarbeiten.

Wer mit offenen Augen durch Hamburg geht, sieht im gesamten Stadtgebiet Gebäude mit der Aufschrift „Polizei“ und Personen in Polizeiuniform. Das Kuriose dabei: das Landeswappen ist dabei nicht nur Hamburg, sondern Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Eine solche fiktive Polizeiwache ist am Hammer Deich direkt an der Bille im Stadtteil Hamm zu finden. Ein Backsteingebäude dient als Kulisse für die ARD-Serie „Morden im Norden“. Sie spielt in Lübeck (Schleswig-Holstein), deswegen parken auch Film-Polizeifahrzeuge mit Kennzeichen SH vor dem Gebäude. Wenige Hundert Meter entfernt liegt in Rothenburgsort der Billwerder Neuer Deich.

Auf dem Gelände der alten Bundesmonopolverwaltung für Branntwein mit der Hausnummer 28 befindet sich eine weitere fiktive Polizeiwache: die Polizeistation Norderney. Die Schauspieler Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz ermitteln hier für die ARD-Reihe „Tatort“. Das Gebäude ist im Inneren zu einer Norderneyer Polizeistation umgestaltet worden: verschiedene Büros mit Empfangs-Tresen und Vernehmungsraum. Auch in dem Film „Das Geheimnis des Totenwaldes“ ist das Gebäude als Polizeiwache zu sehen.

Das aus dem Rostocker „Polizeiruf 110“ bekannte Polizeipräsidium ist ebenfalls in Hamm zu finden. Am Borstelmannsweg wird bei Dreharbeiten ein blaues Schild mit Aufschrift „Polizeipräsidium Rostock“ angebracht. Über dem Eingang ist das Stadtwappen von Rostock befestigt.

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