8. April 2023
Horn

„Es ist Licht am Ende des Tunnels“

Richtfest Rohbau der Haltstelle Horner Rennbahn fertiggestellt

Oberpolier Detlef Bergemann (v.l.), Verkehrssenator Anjes Tjarks, Geschäftsführer BeMo Peter Henkel, Hochbahn-Technikvorstand Jens-Günter Lang, Projektleiter U4 Horner Geest Dirk Göhring und Hochbahn-Chef Henrik Falk beim Richtfest an der U4 Horner Rennbahn Foto: Hochbahn

HORN Die U4 wird aktuell mit einem gigantischen Bauprojekt von der Horner Rennbahn um zwei Stationen in Richtung Horner Geest verlängert. Nach meh als zwei Jahren Bauzeit konnte jetzt das erste Richtfest mit dem traditionellen Richtspruch, einem Schnaps und dem zersprungenen Glas auf dem Rohbau der Haltstelle „Horner Rennbahn“ gefeiert werden.

Damit ist „ein wichtiger Meilenstein für das Gesamtprojekt erreicht und alles läuft nach Plan“, betont Hochbahn-Projektleiter Dirk Göhring, der noch einmal an die vielen Herausforderungen erinnerte, die bis zu diesem Tag bewältigt werden mussten.

Nach dem Spatenstich stand zunächst die Verlegung der Leitungen und Kabel bevor. Die Verlängerung der Bahnstrecke soll nach der Fertigstellung 13.000 Hamburgern aus dem Stadtteil Horn erstmals eine Schienen-Anbindung bieten und damit eine „optimale Verbindung in die Innenstadt“.

Bei dem gerade fertiggestellten Rohbau handelt es sich um die eingleisige Haltestelle der U4, die in Richtung stadtauswärts fahren wird. Der Kreuzbau, bei dem sich die Tunnel der U2 und der U4 unter der Erde überschneiden, sei, laut Göring, eine der größten baulichen Herausforderungen gewesen. Ab Ende 2026 soll die U4 an der Haltestelle Horner Rennbahn aus dem bestehenden Netz ausfädeln und unter der U2 in Richtung Billstedt fahren. Auf der neuen Strecke erreicht die U4 dann die neuen Haltestellen Stoltenstraße und Horner Geest.

Die Zeit für eine Fahrt in die City soll sich durch die U-Bahn praktisch halbieren und die U4-Verlängerung, laut Verkehrssenator Anjes Tjarks auch eine bessere Taktung bekommen und die Geschichte des HVV revolutionieren: „Alle 100 Sekunden soll einmal eine Bahn fahren.“ Damit könne man zuverlässig in die Stadt kommen und müsse eigentlich auf keinen Zeitplan mehr achten. Bis 2030 verspricht der Verkehrssenator ein Mobilitätsangebot innerhalb von fünf Minuten in der gesamten Stadt.

Nach Fertigstellung des Rohbaus im Haltestellenbereich Horner Rennbahn „stehen nun die Arbeiten für den Innenausbau an“, berichtet Göring. Zum Richtfest fasste es der Oberpolier Detlef Bergemann in passende Worte: „Die Decken und Wände sind jetzt dicht und am Ende des Tunnels sehen wir schon Licht.“ Der Dank ging vor allem an alle Mitarbeiter, aber auch die Anwohner, die mit der Baustelle viele Einschränkungen auf sich nehmen müssen. Von 700 Metern des Beipasstunnels seien bereits 500 fertiggestellt und wenn es in diesem Tempo weitergehe, „wird das Projekt termingerecht fertig“.

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