6. November 2021
Horn

Erinnerungen und Blick nach vorn

50 Jahre Spielhaus Speckenreye und 30 Jahre Elternschule Horner Geest

In der Brüder Grimm Schule konnten die beiden Jubiläen nach Corona-Regeln gefeiert werden. Alle Redner stellten die Vorbildfunktion der Häuser in den Fokus Foto: Grell

HORN Mit einer großen Feier wurden jetzt das Spielhaus Speckenreye mit 50 Jahren und die Elternschule Horner Geest mit 30 Jahren im Stadtteil gefeiert.

Außer den vielen Erinnerungen an vergangene Zeiten mit tollen Aktionen zusammen mit den Eltern und Kindern, die schönen Ausflüge und die netten Familien, die heute bereits in der zweiten und dritten Generation in die Häuser kommen, stand dabei vor allem der Blick in die Zukunft im Fokus.
Mit dem „Horner Aufschwung“ gibt es aktuell ganz konkrete Planungen für ein neues gemeinschaftliches Haus im Quartier, das die alten, bereits maroden Gebäude der Elternschule und des Spielhauses ersetzen soll. Der alte Pavillon des Spielhauses an der Speckenreye wurde bereits abgerissen und alle Aktivitäten mussten nun in das kleine Spielhaus umziehen, aber auch der Zustand der Elternschule auf der Horner Geest ist „nicht mehr sanierungsfähig“. „Die Häuser sind einfach in die Jahre gekommen“, betonte auch Marianne Dotzek, die hier als eine verlässliche Ideengeberin der aktuellen Pläne und für ihr großes Engagement in der Elternschule mit vielen Danksagungen geehrt wurde.

„Die Elternschule war mein zweites Zuhause und hier habe ich unendlich viel Unterstützung bekommen“, erinnert auch Melissa, die betont „praktisch in der Elternschule aufgewachsen zu sein“, heute Jura studiert. Sie unterstützt ehrenamtlich die Elternschule, die sie als einen Ort für Familien in Horn wahrnimmt, der für Vertrauen und praktische Hilfen steht. Mit Züleyha Celebi kam dann auch das Projekt „Stopp – ein Stadtteil ohne Partnergewalt“ mit ins Boot, das heute eine Vorbildfunktion für die gesamte Stadt eingenommen hat. Mit präventiver Arbeit werden Familien hier auf einen gewaltfreien Weg gebracht, der gerade in Corona-Zeiten von großer Bedeutung war.

Inzwischen übernahm Dilek Celebi die Leitung des Spielhauses von Holger Ment, schlug neue Wege ein und belebte mit den Familien gemeinsam das Haus, in dem Familien täglich ganz unkompliziert vorbeikommen, sich mit anderen Eltern austauschen und auch mal ihre kleinen Sorgen loswerden können. Die großartige eng vernetzte soziale Struktur der Institutionen wurde am Tag des Jubiläums von allen Rednern besonders gelobt und wenn es Medaillen gegeben hätte, dann wären für die Mitarbeiter der Einrichtungen mit Sicherheit nur Goldmedaillen vergeben worden. „Hier wird einfach unendlich tolle Arbeit geleistet“, sagte Marianne Dotzek und fasst es treffend zusammen: „Das ist eben nicht nur ein Job, sondern eine Lebensaufgabe.“

Auch interessant