23. April 2022
Horn

Einmal nach Rom und wieder zurück

Gasspürer sind auch in Horn unterwegs

Ein Gasspürer muss gut zu Fuß sein Foto: Gasnetz

HORN In Barmbek sind sie wieder gestartet, um einen wichtigen Einsatz für die sichere Energieversorgung zu leisten: Die Gasspürer begehen rund 400 Kilometer Gasleitungen in Barmbek, Bramfeld, Dulsberg und Horn.

Die Experten, die im Auftrag von Gasnetz Hamburg unterwegs sind, führen eine Sonde vor sich her, die das Gas-Luftgemisch direkt über dem Erdboden einsaugt. Auf den Rücken der Gasspürer misst ein Hightech-Gerät, ob sich Erdgas in der Luft befindet. Der zuständige Koordinator Stefan Kretschmer von Gasnetz Hamburg erläutert: „Die Gasspür-Geräte messen überaus genau. Dadurch erkennen sie Erdgas, lange bevor wir es durch seinen typischen Warngeruch wahrnehmen können.“

Schlägt das Gerät aus, deutet es auf ein Leck der unterirdischen Leitung hin: „In diesem Fall lokalisieren unsere Experten den Schaden und rufen unsere Kolonnen zur Reparatur herbei.“ Mit dieser turnusmäßigen Überprüfung checken die Gasspürer die Leitungen auf öffentlichem Grund bis zur Hauseinführung. Dafür müssen sie auch die Grundstücke betreten, jedoch nicht die Häuser. Die Experten können sich entsprechend ausweisen.

Die Gasspürer müssen gut zu Fuß sein, da sie die gesamten zu prüfenden Leitungen komplett ablaufen. Alle Experten, die in ganz Hamburg unterwegs sind, legen in diesem Jahr rechnerisch eine Strecke zurück, die länger als von Hamburg nach Rom und zurück ist. Die Saison der „empfindlichen Riecher“ läuft bis in den Oktober. In dieser Zeit legt jeder Gasspürer während seines Einsatzes für die sichere Energieversorgung bis zu 700 Kilometer zu Fuß zurück. Bei Frost und Regen kann kein Gas gespürt werden, da das Erdgas nicht über dem Erdboden zu „riechen“ wäre. Die längste Strecke legen sie in Bramfeld mit 210 Kilometern zurück.

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