22. April 2020
Horn

Einfach mal wieder einen Brief schreiben

St. Thomas-Gemeinde verteilt „Mutmacher“

Die Ehrenamtlerin Birgit John (l.) steckt die Post direkt in die Briefkästen der Anwohner, die Diakonin Silke Langer vorher geschrieben hat Fotos: Blum

ROTHENBURGSORT Durch die Corona-Krise leben besonders ältere Menschen jetzt oft völlig isoliert in ihren Wohnungen und dürfen nicht einmal von den Enkelkindern Besuch empfangen. Dennoch sollen sich diese Menschen gerade jetzt nicht einsam und verlassen fühlen.

Die St. Thomas-Gemeinde in Rothenburgsort hat deshalb zusammen mit ehrenamtlichen Helfern eine Post-Aktion gestartet und schreibt mal wieder ganz klassische Briefe an Menschen, die allein zu Hause sitzen und wenig oder gar keinen Kontakt über das Internet haben. Birgit John ist eine der Ehrenamtlichen der Gemeinde, die diese wöchentlichen Ermutigungs-Briefe im Stadtteil austrägt. Die Briefe verfasst Diakonin Silke Langer, die für die Seniorenarbeit im Viertel zuständig ist. „In den Briefen verschicken wir außer den persönlichen Worten auch Rätsel, Gedichte als Gedankenanstöße und Tipps zum Durchhalten bei dem ständigen Alleinsein“, erklärt Pastorin Cornelia Blum. Wichtig sei jetzt auch das Glockenläuten und die Musik des Turmbläsers, der jeden Freitag um 18 Uhr, 15 Minuten lang „We shall overcome“ für den Stadtteil spielt: „Wir wollen mit den Briefen und den musikalischen Grüßen Mut machen.“

 

Immer freitags gibt es Trompetenmusik vom Turm Foto: Blum

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