1. Juli 2020
Horn

Eine zweite Chance für Lebensmittel

Mikropol bietet jetzt auch „Foodsharing“

Manuel Hassel von Mikropol ist begeistert davon, jetzt auch ein Regal für das Foodsharing anbieten zu können Foto: Mikropol

rothenburgsort Am Billhorner Mühlenweg hat ein stillgelegtes Toilettenhäuschen eine neue Berufung bekommen und wird unter dem Namen „Mikropol“ seit Monaten als neue Kulturstätte genutzt.

Nach einer kurzen Pause durch die Corona-Pandemie soll es hier jetzt auch wieder losgehen. Erste kleine Treffen haben bereits stattgefunden. Ganz neu am Standort ist die Idee eines „Fair-
teilers“ für Lebensmittel, die nicht mehr verkaufsfähig, aber sehr wohl noch genießbar sind. Oft sind gerade verpackte Produkte noch über das Haltbarkeitsdatum hinaus absolut frisch. Obst und Gemüse, das nur wegen ein paar Dellen in jedem Supermarkt aussortiert wird, könnte auf jeden Fall noch gegessen werden, sagen die Mikropol-Macher. Betrieben und versorgt wird das Regal vom Verein Foodsharing.

„Sind keine Konkurrenz“

Jeder Anwohner kann Lebensmittel hineinlegen oder mitnehmen, und „so entsteht ein Tauschkreis, der die Lebensmittel vor dem Müll rettet“, erklärt Jessica Noeller von Mikropol das Konzept des Regals. Es sei einfach schade, wenn jedes Jahr Tonnen von Lebensmitteln entsorgt würden, weil man vielleicht einfach nur mal zu viel eingekauft hat und die Produkte dann verderben. Konkurrenz zur Lebensmittelausgabe vom Helferteam solle dabei nicht entstehen, es sei lediglich eine Ergänzung der bestehenden, gut funktionierenden Angebote im Stadtteil. „Wir wollen die Welt ein kleines Stückchen besser machen mit unserem Angebot“, meint Jessica Noeller­. Zurzeit trifft sich das Team der Kulturstätte in Rothenburgsort immer mittwochsin der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr. Und jeder, der Informationen haben möchte, kann einfach vorbeikommen.

 

Abgelaufenes Salz hält noch jahrelang Foto: Mikropol

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