20. Mai 2020
Horn

Die beiden Neuen im Revier

Ein Rundgang mit den Bürgernahen Beamten

Carla Haehnert und Thomas Wolff haben ihren Traumjob gefunden Foto: Timm

HAMM Der eine ist frisch in seinem Revier Hamm-Süd, die andere schon seit zwei Jahren in Hammerbrook unterwegs. Carla Haehnert und Thomas Wolff sind erfahrene Polizisten, die ihren Job als „Bünabes“ ausgesprochen gern machen.

Sie laufen schon mal acht Kilometer am Tag. Und das bei jedem Wetter. Derzeit können die beiden noch mehr durch ihre Reviere unterwegs sein, weil die Besuche in Kindergärten und Altenheimen in Corona-Zeiten wegfallen.

Hier, am Aschbergbad, dürfte sich in den nächsten Jahren viel verändern, weil gebaut werden soll. Thomas Wolff: „Die Struktur wird auf den Kopf gestellt.“ Es kämen Leute dazu, die in neue Wohnungen einziehen werden. Am Rückersweg fährt ein Mann mit dem Fahrrad vorbei und will sich vergewissern: Ob hier denn noch ein Radweg sei nach den Bauarbeiten, fragt er die beiden Polizisten. Die klären auf: Er solle vorsichtig sein; der Mann fährt weiter.

„Wir sind die guten Polizisten von nebenan“, sagt Wolff. Sie knüpfen Kontakte, schaffen ein Netzwerk, sind Ansprechpartner auf der Straße; wenn Not am Mann ist, auch mal im „klassischen Polizeidienst“ unterwegs. „Verbrecher fangen“ gehört nicht zu den primären Aufgaben, nur, wenn diese gerade vorbeikommen, scherzt Wolff.

Carla Haehnert ist normalerweise zwischen Amsinck-, Spadlingstraße und dem Großmarkt unterwegs. Der Großmarkt sei eine „eigene Stadt“, erzählt die Polizistin und sie freut sich darauf, wenn die Leute aus den Büros, die jetzt weitgehend in Homeoffice arbeiten, „wieder da sind“. Ohnehin gehen sie und ihr Kollege derzeit auch „Corona“- Streife, sie handeln mit Augenmaß, sagt Haehnert. Ihr gefällt der Job, sie könne „sehr selbständig arbeiten“, im Streifenwagen sei es mehr „wie am Fließband“, ergänzt ihr Kollege. Beide sind draußen, egal wie das Wetter ist, sie tragen Waffen und haben kleine Funkgeräte, um über das Einsatzgeschehen informiert zu sein. „Wir sind fast komplette Polizisten“, meint Wolff, nur das Auto fehle – Haehnert widerspricht; sie findet, dass sie „komplett“ seien.
Der Schichtdienst, wie ihn die anderen Polizisten machen, ist für die beiden vorbei. Daran müsse man sich erst mal gewöhnen, meint Wolff – an Wochenenden sind die beiden „Bünabes“ (also Bürgernahe Beamte) nur fallweise unterwegs; auf Stadtteilfesten im Hammer Park zum Beispiel – natürlich nach Corona.

Telefonischer Kontakt lässt sich über das PK 41 (428 654 110) herstellen

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