und
6. Mai 2020
Horn

Corona-Geldspritze für Kulturstätten

Mittel aus Hilfspaket auch an die Horner Freiheit

In der Horner Freiheit schöpft man Hoffnung: „Ein starkes Signal und ein echter Rettungsanker“, sagt Alexander Wilke vom Stadtteilhaus Foto: Timm

BILLSTEDT Die Hamburger Stadtteilkultur soll aus dem Corona-Hilfspaket Kultur mit 1,36 Millionen Euro unterstützt werden.

„Das Leben und die Kultur in den Stadtteilen wird ganz wesentlich von den dortigen Stadtteilkulturzentren geprägt. Da diese in hohem Maße auf ihre eigenen Einnahmen durch Veranstaltungen und das laufende Programm angewiesen sind, ist die derzeit notwendige Schließung für die Stadtteilkultur ein herber Einschnitt“, weiß Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

Im Rahmen des Corona-Schutzschirmes des Senats ist auch der Etat der Behörde für Kultur und Medien um insgesamt 25 Millionen Euro erhöht worden, um Auswirkungen der durch Corona bedingten Schließungen abzufedern. „Weil die Stadtteilkultur nahezu keinerlei eigene Einnahmen mehr hat, die ihre Arbeit sonst erst ermöglichen, kann sie die dramatischen Einschränkungen durch die Allgemeinverfügungen nur mit einer starken Unterstützung überleben“, sagt Corinne Eichner, Geschäftsführerin des Dachverbands Stadtkultur: „Die Akteure in der Stadtteilkultur sind sehr froh über diese wichtige Rettungsmaßnahme.“ Die Kulturbehörde gibt die Hilfsgelder an die Bezirksämter, bei denen die Stadtteilkultur-einrichtungen ihre Anträge stellen können. Zurzeit werden viele alternative Angebote geschaffen und Ideen für die Zeit nach der Krise entwickelt. „Die kulturellen Angebote in den Stadtteilen sind wichtiger denn je. Sie fördern Zusammenhalt, Solidarität und Gemeinsinn. Dafür lohnt es sich, gemeinsam gute Lösungen zu finden“, ist Brosda überzeugt.

Alexander Wilke vom Stadtteilhaus Horner Freiheit hat die Corona-Hilfen des Senats für die Stadtteilkultur als „starkes Signal und echten Rettungsanker“ bezeichnet. Die Kulturbehörde stehe an der Seite der Kreativwirtschaft und helfe auch denen, die bislang nicht staatlich gefördert worden seien. Einrichtungen, Verbände, Bezirksämter und Behörden stünden im ständigen Austausch. Trotz aller Förderung und Unterstützung müssten sich alle „sehr anstrengen, um diese Pandemie in unseren Diskurs zu integrieren und passende Konzepte für die Zukunft bieten zu können“. Wilke betonte, die Pandemie werde nicht einfach enden, vielmehr sei mit einer langfristig veränderten Ordnung zu rechnen.

 

Kultursenator Carsten Brosda will herbe Einschnitte abfedern
Foto: Busse

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