3. Juni 2020
Horn

Akrobaten der Lüfte

FPV-racing-team „zaubert“ mit Drohnen

Alexander Schwitalla braucht für sein Hobby Drohne, Fernsteuerung und Videobrille Foto: Zimmermann

HAMBURG Der Mümmelmannsberger SV (MSV) bietet dank der Gründung von Hamburgs erstem FPV-Racing-Team seit einiger Zeit akrobatische Flugshows. Beim FPV-Racing werden per Fernsteuerung Drohnen geflogen. Auf diesen sind Kameras montiert, die das Videobild in Echtzeit direkt an die Videobrillen der Piloten übertragen. Deren Ziel ist, die Flugkör-
per möglichst schnell durch verschiedene Hindernisse zu steuern.

„Ich fühle mich dabei frei wie ein Vogel“, erklärt Alexander Schwitalla, einer der Gründer der neuen MSV-Sparte, was ihn am FPV-Racing begeistert. Zwar werden die Drohnen mit der Fernsteuerung gelenkt. Dank der Videobrille haben die Piloten jedoch das Gefühl, selbst Teil der Maschine zu sein und erleben die Flüge sozusagen aus der Vogelperspektive. Die Rennen mit den bis zu 120 Kilometer schnellen Flugkörpern sind aber nur die Kür. Davor steht viel Arbeit. Die FPV-Racer bauen ihre Drohnen selbst, und auch nach der Fertigstellung ist immer etwas zu tun. Bei den Flügen kommt es leicht zu Kollisionen, die regelmäßige Reparaturen erfordern, häufig gleich direkt vor Ort. FPV-Racer müssen deshalb nicht nur schnell fliegen können, sondern sollten außerdem Spaß am Basteln haben.

So wie Schwitalla. Werkzeug, Ersatzteile, mehrere Drohnen, Videobrillen – beim Blick in seine Wohnung zeigt sich, dass ihn sein Hobby auch zu Hause beschäftigt. Diese Begeisterung ist nicht ganz billig. Schwitalla schätzt, dass Einsteiger für Fernsteuerung, Drohne und Videobrillen etwa 1000 Euro ausgeben müssen.

Das FPV-Racing-Team besteht derzeit aus sechs Mitgliedern, die schon seit mehreren Jahren gemeinsam fliegen. Bisher fehlte allerdings ein Grundstück, um der Leidenschaft dauerhaft ungestört nachzukommen. Die passende Fläche haben die Fliegerasse nun beim MSV gefunden, der Schwitalla und seinen Mitstreitern ermöglicht, in dem Verein eine eigene Sparte zu bilden. Derzeit wird immer mittwochs von 17 bis 21 Uhr auf einem früheren Fußballplatz an der Ittenstraße trainiert.

Kontakt FPV-Racing-Team: fpvatmsvhamburg@gmx.de

Alexander Schwitalla testet, ob seine Drohne funktioniert Foto: Zimmermann

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