7. Januar 2023
Hamm

Frischer Wind an einem alten Standort

„Die Hammerei“ soll im Spätsommer eröffnen

Im Laufe der nächsten Monate werden das brach liegende Gebäude und Grundstück des ehemaligen Lokals „Hammerhof“ völlig umgestaltet Fotos: Fraude

HAMM „Ein frischer, gastronomischer Wind wird durch geschichtsträchtige Mauern wehen…“. Diese Ankündigung auf einer seit kurzem existierenden Homepage erscheint nicht übertrieben, denn mit „Die Hammerei“ eröffnet nach derzeitigen Planungen im (Spät-) Sommer eine Gastronomie mit besonderem Konzept und „Flair“ an einem attraktiven Standort.

Bereits vor vielen Jahren hatte das direkt an das Hammer Park Stadion grenzende Restaurant „Hammerhof“, gelegen an der gleichnamigen Straße und der Querung An der Vogelstange, wo auch der Wochenmarkt dienstags und freitags stattfindet, seine Pforten geschlossen. Seitdem liegen Grundstück und Gebäude brach und viele Anwohner wünschten sich, dass gerade hier wieder eine neue Lokalität entsteht – dann auch zugänglich für Tagesgäste statt wie früher lediglich für Gäste größerer Feierlichkeiten in „geschlossener Gesellschaft“.

Genau das sehen die Planungen von Andreas Wilke vor, der das unter Denkmalschutz stehende Gebäude 2016 kaufte, schon weil er die Lage als „Juwel“ betrachtete und das Potenzial für eine moderne (À-la-carte-) Gastronomie erkannte. Der im Stadtteil wohnhafte Geschäftsmann hatte zunächst den Aufwand der notwendigen Kern- und Grundsanierung unterschätzt, stellte sich der Zustand des Gebäudes doch „wie aus einem anderen Jahrtausend“ dar. Auch mussten vielfältige Verhandlungen mit dem Denkmal- und Bauprüfamt geführt werden, bevor die „Sanierung und Nutzung“ dann im Februar 2020 endlich erteilt wurde (Vorhabentitel im Behördendeutsch: „Errichtung eines Anbaus mit Außentreppe und Nutzungänderung zur Gaststätte mit max. 114 gleichzeitig belegten Gastplätzen“). Pandemiebedingt kamen die Finanzierungsgespräche aber zunächst zum Erliegen, weshalb die Umbaumaßnahmen jetzt erst beginnen können.

Als Pächter konnte Wilke den Betreiber des Trend-Restaurants „Hobenköök“ im Oberhafen gewinnen, wo Wert auf die Verarbeitung von ausschließlich regionalen und saisonalen Lebensmitteln gelegt wird – „authentisch, bodenständig, lecker“, wie es auf der Website heißt. „Diese gastronomische Philosophie gefällt mir sehr gut“, sagt Wilke, weshalb er sich das sehr gut auch für „Die Hammerei“ in seinem Stadtteil vorstellen kann.
Trotz der langwierigen Genehmigungsverfahren schaut Wilke im Hinblick auf die Vollendung des Projekts zuversichtlich auf die kommenden Monate, denn er betrachtet die letztliche Baugenehmigung als Glück, weil „alle Stellen, die damit zu tun hatten, diesem großen Vorhaben schließlich positiv gegenüberstanden“.

Ob „Die Hammerei“ tatsächlich so aussehen wird wie auf dem Modellbild, bleibt wegen der Auflagen des Denkmalschutzes abzuwarten Grafik: Wilke

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