8. Mai 2021
Hamm

Den Park zur Mitte machen

Neues Projekt startet im Mai – Akteure trafen sich

Idyllen sind brüchig, auch im Hammer Park Foto: Frank Berno Timm

HAMM Er ist knapp 250 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz: der Hammer Park. Nun soll er im Rahmen von „Mitte machen“ zusammen mit der Nachbarschaft (mehr als) eine Auffrischung erfahren.

Vormittags im Hammer Park: Vögel meckern, Tauben erzählen Geschichten, Jogger keuchen vorbei. Das Aussichtsrondell am Parkteich ist mit drei leeren Bierflaschen verziert, Karren-Kinder werden umhergefahren, Bäume blühen, draußen tobt der Autolärm.

Am 18. Mai wird nun ein weiteres „Mitte machen“-Verfahren mit einem „Kick-off“ auch offiziell starten: Der Hammer Park und seine Umgebung sollen im Hinblick auf die soziale Struktur betrachtet und aufgewertet werden. Letzte Woche trafen sich online Akteure aus dem Stadtteil, Michael Mentz aus dem Bezirksamt Mitte und Rixa Gohde-Ahrens von der Lawaetz-Stiftung, die zusammen mit einer Gruppe Mitarbeiter das Projekt für das Bezirksamt betreut. Mit am virtuellen Tisch saßen manche Vertreter der Stadtteilinitiativen, der evangelischen Kirche, des Hauses der Jugend. Auch der Billstedter Kulturpalast war vertreten, insgesamt knapp 20 Teilnehmer.

Breitensport gewünscht

Die offensichtlich gründlich vorbereitete Runde zeigte, dass schon jetzt im und um den Hammer Park nicht nur ein Projekt läuft. Es gab auch den Hinweis, dass Planungen zu diesem Thema nicht ins Leere laufen dürfen, wie es früher schon nach Aussage eines Teilnehmers passiert ist.
Michael Mentz machte darauf aufmerksam, dass sich Kümmern um soziale Strukturen in diesem Fall auch Sport(anlagen) umfasst. Projektleiterin Rixa Gohde-Ahrens betonte, der beabsichtigte Beteiligungsprozess solle dialogorientiert und ergebnisoffen sein. Ebenfalls häufiger hieß es, interessierte Akteure sollten einbezogen werden.

Das Verfahren wird insgesamt neun Monate – „im Corona-bedingten Rahmen“ laufen und hat am 15. April begonnen. Während der insgesamt neun Arbeitsphasen soll es zwei öffentliche Veranstaltungen geben, im Park auch „Vor-Ort-Termine“. Schwer zu durchschauen dürfte der Umstand sein, dass die Bearbeitung des Hauses der Jugend im Rahmen eines Programms „Modellvorhaben Städtebauförderung“, also gespeist aus anderen Fördertöpfen, läuft.
Zwischendurch wurden die Online-Teilnehmer in vier virtuelle Gruppen aufgeteilt. Dort wurden durchaus interessante Fragen aufgeworfen: Was ist im denkmalgeschützten Park möglich? Wer und wie wird beteiligt? Wird mehrsprachig informiert? Steht Geld zur Verfügung? Wie verbindlich ist, was aus dem Beteiligungsprozess kommt?

Rixa Gohde-Ahrens sagte, es solle eine Bedarfsanalyse geben, Nutzergruppen einbezogen werden. Zusätzlich wird es einen digitalen Fragebogen geben, der auch weitergeleitet werden kann.
Im Rahmen einer zweiten Onlineveranstaltung, die dem Sport gewidmet war, wurde der Wunsch geäußert, im Freien und in Gebäuden mehr Breitensportmöglichkeiten zu schaffen – auch mit Zuschauern.

Kontakt für weitere Fragen: hammerpark@lawaetz.de

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