6. November 2021
Hamm

„Das Potenzial der Vielfalt nutzen“

Netzwerk will Christen aller Konfessionen enger zusammenbringen

Im „Stadtveränderer“-Loft an der Hammer Landstraße wirkt auch das christliche Netzwerk „Gemeinsam für Hamburg“, dessen Geschäftsführer Pastor Detlef Pieper ist Foto: endlichbilder.de

HAMM Bei „Gemeinsam für Hamburg“ (GfH) handelt es sich um ein „frisches, freies Netzwerk Hamburger Christen“.

Pastor Detlef Pieper, Mitglied einer freikirchlichen Gemeinde, ist seit 2010 Geschäftsführer des Netzwerkes, welches seit 2004 atkiv ist. Er formuliert sein Anliegen so: „Wir nehmen einen Schirm in die Hand, der größer ist als einzelne evangelische Konfessionen.“

Initiatorin von GfH war die bereits seit 1853 in Hamburg bestehende „Evangelische Allianz“, deren Anspruch es ist, mit Aktionen und Veranstaltungen viele evangelische Christen in der Stadt zusammenzubringen. Das Netzwerk unter der Verantwortung von Pieper greift weiter aus, denn hier ist ausdrücklich jeder Christ willkommen, egal ob evangelisch, katholisch, orthodox oder freikirchlich. Die Idee, „eine Plattform der Bewegung zu schaffen“, sei ihm während eines Sabbaticals 2009 in Israel gekommen: Über „Unterschiede hinwegsehen“, das „Potenzial der Vielfalt“ zu nutzen, daran ist dem 58-Jährigen vor allem gelegen.

Die gewünschte und gelebte Verschiedenheit spiegelt sich nicht zuletzt in den an der Hammer Landstraße gelegenen Räumlichkeiten des Netzwerks, dem sich inzwischen weit mehr als 100 Gemeinden, Freikirchen und diakonische Einrichtungen angeschlossen haben, wider: Ganz oben in einem von außen unscheinbaren Haus ist der Pastor zusammen mit seinen engsten Mitstreitern, einer Assistentin und einem Verantwortlichen für die interkulturelle Zusammenarbeit der Gemeinden, auf einer Co-Working-Fläche der „Stadtveränderer“ untergekommen.

In einem Loft teilt GfH seine Arbeit gemeinsam mit freiberuflichen Architekten, Biologen, Fotografen und IT-Experten, wobei jeder der Beteiligten von Impulsen des jeweils anderen profitiert. Viele der Büromieter sind auch im Stadtteil ehrenamtlich aktiv und müssen es aushalten, dass „wir hier Andachten halten“, so Pieper. Regelmäßig in einer „Dienstags-Mail“ weist die christliche Initiative, die im Wesentlichen auf Spenden ihrer Netzwerk-Partner angewiesen ist, auf Projekte, Veranstaltungen und Fortbildungen sowie auf Stellenangebote von kooperierenden Akteuren hin.

Ausführliche Informationen unter www.gemeinsam-fuer-hamburg.de

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