3. Juli 2021
Hamm

6,5 Millionen Euro für alle Generationen

Jugend und Senioren in einem Neubau

Falko Droßmann (v. l.), Bezirksamtleiter für Mitte, Rolf Wiethölter vom LAB-Treff, Elke Kuhlwilm (SPD), Dirk Kienscherf, Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, und Sandra Simon, Leiterin des HDJ, sind gespannt auf das neue Haus Foto: Grell

HAMM Der Stadtteil Hamm bekommt ein neues Mehrgenerationengebäude, in dem das Haus der Jugend und der Treffpunkt „Lange Aktiv Bleiben“ (LAB) unterkommen sollen.

Direkt am Eingang zum Hammer Park von Seiten der Kaspar-Vogt-Straße stehen zurzeit noch auf der rechten Seite ein Flachdach-Bungalow, in dem der LAB-Treff seine Räume in längst sanierungswürdigen Räumen findet und auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein in die Jahre gekommener weißer Altbau, in dem sich Jugendliche zum Chillen treffen und einen dazugehörigen gigantischen Garten nutzen können.
„Beide Gebäude entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen in Sachen Barrierefreiheit und Klimafreundlichkeit“, betont Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, der hier ein komplett neues Haus in moderner und ökologischer Bauweise mit genug Raum für beide Institutionen sehen möchte. Abriss und Baubeginn sollen schon in den kommenden Jahren laufen und dann jung und alt unter einem Dach zusammenkommen und auch mit verschiedenen Aktivitäten kooperieren. 6,5 Millionen Euro stehen für diese Planungen zur Verfügung.

Die 6,5 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte vom Senat und dem Bund gestemmt. Mit dem Projekt „Mitte machen“ fließen zurzeit mehr als 130 Millionen Euro in Hamburgs Osten.
Der Neubau mit vermutlich zwei Geschossen und rund 1000 Quadratmetern Fläche, einem neu gestaltetem Außenbereich und kompletter Barrierefreiheit soll dann „eventuell schon Ende 2024 fertig sein“, so Droßmanns Hoffnung. Die alten Gebäude seien in entsprechend schlechtem Zustand, die sanitären Anlagen marode und die flächenintensive Bauweise nicht mehr zeitgemäß. Da, wo dann Bereiche durch den Abriss und die Verschmelzung mehrerer Häuser frei werden, sollen ein Bolzplatz oder neue Grünflächen entstehen. „Die Zeit der eingeschossigen Flachdachbauten ist vorbei“, so der Bezirksamtsleiter.

Rolf Wiethölter vom Treffpunkt Hamm und Sandra Simon, Leiterin des HDJ in Hamm, sind ebenfalls gespannt auf die neue Ära im gemeinsamen Haus. „Früher mussten immer mindestens 600 Meter zwischen einer Einrichtung für Senioren und einem Haus der Jugend eingehalten werden“, berichtet auch Dirk Kienscherf, Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Heute rücke man näher zusammen und wisse die Kraft der gemeinsamen Arbeit zu schätzen.

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