16. Juli 2021
Ausgabe Farmsen-Berne

Mehr Hilfen für Hamburger Familien

Projekt „Babylotsen“ wird stärker unterstützt

Die Arbeit der „Babylotsen“ wird von der Stadt stärker unterstützt Foto: wb Foto: Glitz

RAHLSTEDT Das Präventionsprogramm „Babylotsen“ wird künftig stärker unterstützt. Die Hamburgische Bürgerschaft hat einer Erhöhung der Landesmittel zugestimmt.

Das Projekt „Babylotsen Hamburg“ der Treuhandstiftung SeeYou des Kinderkrankenhauses Wilhelmstift in Rahlstedt ist seit 2013 ein wesentlicher Baustein der Frühen Hilfen der Stadt. Ziel des Präventionsprogramms ist es, psychosozial belastete Schwangere beziehungsweise Familien in Belastungssituationen bereits in der Geburtsklinik zu erreichen, zu beraten und auf Wunsch in passgenaue Hilfsangebote zu vermitteln.

So werden Familien früh gestärkt, damit sie gut für ihre Kinder sorgen können. Das Angebot ist für die Familien freiwillig und kostenlos. „Je früher wir Familien entlasten, desto größer sind die Chancen für ein sicheres und gesundes Aufwachsen und die gesellschaftliche Teilhabe für alle Kinder, unabhängig von ihren Lebensverhältnissen“, sagte Nicole Hellwig, Landeskoordinatorin der „Babylotsen“. Die zusätzlichen Mittel würden dringend benötigt, um die wichtige Arbeit der „Babylotsinnen“ in den Geburtskliniken fortzusetzen. Seit dem Start 2007 in Hamburg wurde das Programm kontinuierlich ausgeweitet. Heute sind „Babylotsen“ in acht Bundesländern an mehr als 70 Geburtskliniken tätig.

In Hamburg beraten 17 Mitarbeitende im Jahr rund 2000 Familien. „Bis 2019 stieg die Zahl, dann reduzierte sie sich wieder etwas. Ein Grund war vermutlich die maximale Fallauslastung pro ,Babylotsin‘“, erklärte Nicole Hellwig. Aus Erfahrungswerten wisse man aber, dass es mehr Familien mit Unterstützungsbedarf gebe, als tatsächlich beraten werden. „Aus diesem Grund wurde intensiv um eine Mittelerhöhung geworben“, so die Koordinatorin der „Babylotsen“.

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