4. Juni 2021
Farmsen

Verkehrssituation am U-Bahnhof Farmsen

Bäume und Parkplätze sollen Bussen weichen

Verkehrsnadelöhr U-Bahnhof Farmsen Foto: tel

FARMSEN Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich des U-Bahnhofes Farmsen unterrichtete ein Vertreter des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Mitglieder des Wandsbeker Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft.

Konkret geht es um den von der Hochbahn sehnlichst erwarteten „Überliegerplatz“. Als Überlieger bezeichnet man die an den Linienenden vor dem nächsten Einsatz geparkten Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Diese „drängeln“ sich bislang um das Nadelöhr der U-Bahn-Unterführung oder müssen größere Umwege zu ihren Park- und Wendemöglichkeiten zurücklegen. Den Engpass passieren derzeit nicht weniger als sechs HVV-Buslinien.

Da die Busse in den vergangenen Jahren immer länger wurden, der Senat mit dem „Hamburg Takt“ auch weitere Verkehre und Linien plant, reicht der Platz in Farmsen längst nicht mehr aus: Die Gegebenheiten führen praktisch an jedem Werktag zu Staus auf den Zulaufstrecken. Ursprünglich sollte im Rahmen einer Bürgerbeteiligung die Gesamtsituation betrachtet werden.

Eine öffentliche Veranstaltung fand bereits statt, eine geplante weitere wurde von Corona ausgebremst, sodass der LSBG wegen der Dringlichkeit die Planungen für den Überliegerplatz zunächst einmal abgetrennt hat. Was nun vorgestellt wurde, gefiel aber längst nicht allen Ausschussmitgliedern. Von der Einmündung des Bramfelder Wegs in Richtung Westen entsteht auf der Straße Am Luisenhof jeweils eine Parkspur mit zwei Plätzen pro Fahrtrichtung sowie eine Kehrmöglichkeit für die HVV-Busse. Die bislang zweispurige Straße verdoppelt sich damit auf diesem Abschnitt quasi in der Breite.

Im Zuge des Umbaus werden auch die Radwege von einem auf zwei Meter verbreitert, die Gehwege von zwei auf 3,65 Meter. Während in der Straßenmitte eine grüne Mittelinsel entsteht, müssen auf der Nordseite 42 Bäume gefällt werden. Fachamtsleiterin Heinke Wiemer (Bezirksamt) stellte klar, dass die Fällungen ausgleichspflichtig sind. Nach den bisherigen Plänen werden außerdem 22 Parkplätze dem Umbau zum Opfer fallen. Endgültig sind die Pläne allerdings nicht. Sie müssen noch mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt und sollen anschließend in einer weiteren Beteiligungsveranstaltung im Herbst den Bürgern vorgestellt werden.

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