15. Juni 2021
Farmsen

CDU will einen neuen Wald in Farmsen

Ehemaliges Vereinsgelände aufforsten?

Neusurenland von oben: vorn die BMX-Bahn, dahinter zwei ehemalige Rasenplätze und ein (zugewachsener) Grandplatz des Post SV Foto: tel

Farmsen-Berne Warum ist noch niemand auf diese Idee gekommen? Die CDU Farmsen-Berne schlägt vor, das ehemalige Vereinsgelände des Post SV Hamburg am Neusurenland aufzuforsten.

Die Christdemokraten bringen das Thema in den Regionalausschuss ein. Zur Erinnerung: Auf dem rund 46.000 Quadratmeter großen Gelände gegenüber dem Strandbad Farmsen, das bis in die 1940er-Jahre als Tongrube existierte, wurden über Jahrzehnte Hausmüll-, Gewerbe- und Industrieabfälle deponiert. Im Jahr 1967 übernahm die Hansestadt das Areal. Nach Abdeckung der Deponiefläche wurde das Gelände zwischen 1971 und 2013 vom Post SV Hamburg als Fußballplatz genutzt. Inzwischen hat sich der Verein aufgelöst. Dann wurden Pläne geschmiedet, die Fläche mit günstigen Wohnungen durch die mgf Gartenstadt Farmsen eG Mieter- und Wohnungsbaugenossenschaft bebauen zu lassen.

Gutachten belegten allerdings, dass eine Sanierung der Deponie viel zu teuer wäre – mindestens 190 Millionen Euro. Die Fläche liegt somit weiterhin brach, wird überwacht und entgast. Kürzlich hatte die CDU in der Bezirksversammlung vorgeschlagen, am Rande des Deponiegeländes eine neue Eissporthalle für Farmsen zu errichten. Der Senat erklärte jedoch in der Beantwortung einer Anfrage, dass ein solches Vorhaben nicht möglich sei. Abgesehen von den unter der Erde schlummernden Abfällen und Giften sei die Fläche zudem Teil des Verbindungswegenetzes „Grün vernetzen“.

Im CDU-Antrag an den Regionalausschuss wird beim Bezirksamt Wandsbek angefragt, ob die Fläche verwendet werden könne, um den Baumbestand der Hansestadt zu erhöhen. Außerdem will der Antragsteller den aktuellen Planungsstand für das ehemalige Postsportgelände vonseiten der Behörden erfahren und wissen, wie viele Bäume dort gepflanzt werden könnten. Sven Gerber, Vorsitzender der CDU Farmsen-Berne: „Seit Jahren werden in der Hansestadt mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt, aber hier in Farmsen könnte man einen neuen Wald schaffen.“

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