5. November 2022
Farmsen

Bauantrag Tegelweg liegt beim Bezirksamt

Küchen für die Selbstversorgung der rund 600 künftigen Bewohner/-innen

Viertes Treffen von „Farmsen ist bunt“ Foto: tel

FARMSEN Im Gebäude des ehemaligen Berufsförderungswerks (BFW) am Marie-Bautz-Weg 11 (Farmsen) sind inzwischen rund 370 Personen unter-gebracht, darunter rund 280 ukrainische Flüchtlinge in der vorläufigen Unterbringung sowie etwa 90 in der regulären öffentlich-rechtlichen Unterbringung.

Das wurde auf der vierten Veranstaltung von „Farmsen ist bunt“ bekannt. „Farmsen ist bunt“ ist ein Zusammenschluss der in der Flüchtlingsarbeit tätigen Behörden, Vereine, Institutionen und Ehrenamtlichen im Stadtteil Farmsen.

Um die geplante Kapazität von rund 600 Bewohnern am Marie-Bautz-Weg zu erreichen, werden derzeit Gemeinschaftsküchen gebaut. Diese sollen Ende November vollständig fertiggestellt sein, so dass sich die Bewohner ab Dezember selbst versorgen können und nicht mehr von einem Catering abhängig sind.

Die geplante Flüchtlingsunterkunft auf der Fläche zwischen Am Luisenhof und Tegelweg (Farmsen) wird nach Information des SPD-Bezirksabgeordneten Tom Hinzmann kommen, wenn das Bezirksamt den Bauantrag genehmigt. Hinzmann moderiert die Treffen von „Farmsen ist bunt“. Über den von der Sozialbehörde gestellten Bauantrag war in der vergangenen Woche noch nicht beschieden worden. Wie zu erfahren war, „hängt“ die Genehmigung noch an der Tatsache, dass es sich bei der Wiesenfläche um ehemaligen Moorboden mit sehr hohem Grundwasserspiegel handelt.

Hinzmann und die zuständigen Behördenvertreter versicherten, dass es nach Erteilung der Baugenehmigung eine weitere öffentliche Veranstaltung zur Information der Bürger geben werde. Nicht zum ersten Mal wiesen Teilnehmer von „Farmsen ist bunt“ auf die notwendigen Anpassungen der Infrastruktur (Kita- und Schulplätze, Sport- und Integrationsangebote) hin.

„Farmsen ist bunt“ will darauf mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und der Koordinierung von Angeboten durch einen neu gegründeten Arbeitskreis unter der Regie von AWO und Bezirksamt reagieren.

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