24. Juni 2020
Farmsen

Aus dem Ehren- wird ein Hauptamt

Röder-Stiftung wirbt VHS-Regionalleiterin ab

Katja Krupke ist die erste Geschäftsführerin der Röder-Stiftung Foto: tel

FARMSEN/GROß-BORSTEL Katja Krupke (43) hat nach bald zehnjähriger Tätigkeit in der Regionalleitung der Volkshochschule Hamburg-Ost das Revier gewechselt. Als neue Geschäftsführerin der Hildegard und Horst Röder Stiftung arbeitet sie jetzt von Groß Borstel aus, bleibt Farmsen aber weiterhin verbunden.

Die 1992 von dem Hamburger Kaufmann und seiner Ehefrau gegründete Stiftung bietet nicht nur dem Barmbeker Hospiz „Sinus“ eine Heimstatt, sondern tut Gutes für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind: „Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Tod eines Partners – es gibt viele Ursachen für menschliches Leid“, berichtet Katja Krupke. Hier will die Stiftung noch aktiver und bekannter werden als bislang.

FaTi unterstützt

Sie hat aber eine besondere Art der Unterstützung: „Wir tun es möglichst unbürokratisch, nicht mit tausend Anträgen und Papieren, die beizubringen sind. Aber wenn wir uns entschieden haben, wollen wir selbst die Rechnung begleichen und nicht anonym Geld überweisen“. Bis vor etwa vier Jahren hielt Stifter Horst Röder nach dem Tode seiner Frau die Zügel selbst in der Hand.

Katja Krupke (verheiratet, zwei Kinder) war damals schon ehrenamtlich im Vorstand tätig. „Das Angebot der Stiftung kam jetzt für mich überraschend, denn bislang war man ohne Geschäftsführung ausgekommen. Die Entscheidung fiel aber beiden Seiten leicht, weil man sich ja schon kannte.“

Und natürlich reizt die Möglichkeit, selbst zu gestalten. Viel Gutes getan hat die Groß Borsteler Organisation schon beim Farmsener Tisch, wo unter anderem ein Transporter, ein Kühlcontainer und zuletzt die Rampe für den barrierefreien Zugang angeschafft wurden. „Der Blick geht jetzt auch über Hamburg hinaus. Wir bleiben aber dieser großartigen Organisation weiterhin eng verbunden“, verspricht Katja Krupke.

In dieser schmucken
Villa nahe dem Flughafen ist die Röder-Stiftung untergebracht
Foto: tel

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