28. August 2021
Farmsen-Berne

Sportvereine legen den Finger in die Wunde

Drei Klubs fordern schnellere Entscheidungen der Politik – und eine Dreifeld-Halle

So etwas hätte man in Farmsen-Berne auch gern: eine Dreifeld-Sporthalle – hier am Horner Weg Foto: MRO Architekten & Ingenieure

So etwas hätte man in Farmsen-Berne auch gern: eine Dreifeld-Sporthalle – hier am Horner Weg Foto: MRO Architekten & Ingenieure

FARMSEN-BERNE „Wir brauchen dringend eine Dreifeld-Sporthalle in Farmsen-Berne“: Heiko Gevert, Erster Vorsitzender des SC Condor, schlug gleich mal einen Pflock ein.

Die Gelegenheit war günstig, denn zur Vorstellung der erneuerten und vertieften Kooperation der drei führenden Sportvereine im Raum Farmsen-Berne („Drei für FarBe“ mit dem TuS Berne, dem SC Condor und dem Farmsener TV) waren gleich die sportpolitischen Sprecher der Bezirksfraktionen von SPD (Michael Ludwig), Grünen (Katja Rosenbohm), CDU (Jörn Weiske) und der Linken (Thomas Iwan) anwesend.

Die drei Sportvereine zusammen bringen mit rund 8000 Mitgliedern ein gewisses Schwergewicht auf die Waage. Ein wegweisendes Pilotprojekt unter der Ägide der Alexander Otto Sportstiftung soll im Stadtteil auf den Weg gebracht werden.

Nicht an eine Fusion ist gedacht, sondern an engere Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der Verwaltung, dem Mitarbeiterstab und den sportlichen Angeboten, um so mittelfristig die Schlagkraft von Großvereinen wie dem Walddörfer SV oder SC Alstertal-Langenhorn zu erlangen. Vor der (möglicherweise) goldenen Zukunft liegt aber eine beschwerliche Gegenwart mit sanierungsbedürftigen Sportanlagen und – nach den Vereinsvorsitzenden – verbesserungswürdigen Kapazitäten.

So wies der FTV-Vorsitzende Horst Jagemann auf die missliche Situation um die beiden Farmsener Lehrschwimmbecken an der August-Krogmann-Straße und Bramfelder Weg hin.

Letztere Einrichtung war rund eineinhalb Jahre wegen Corona geschlossen, soll nun aber erneut geschlossen werden, damit die seit Jahren anstehende Sanierung erfolgen kann. Und an der August-Krogmann-Straße wird die Anlage zum Jahresende geschlossen, abgebrochen und anschließend an anderer Stelle neu gebaut.
Auch Heiko Gevert hatte Probleme zu berichten: Der zentrale Rasenplatz des SC Condor am Berner Heerweg ist seit 2016 nicht mehr bespielbar. Seitdem kämpft der Verein um einen Neubau. Das Geld (rund 1,1 Millionen Euro) für den Platzneubau (Kunstrasen) ist offensichtlich vorhanden, aber weil der Bund beteiligt ist, wird alles doppelt geprüft. Gevert: „Wir warten seit einem Jahr auf den endgültigen Bescheid. In dieser Zeit hätten wöchentlich mehr als 200 Personen, vor allem Kinder und Jugendliche, diese Sportfläche benutzen können“.

„Mehr Sportstätten an verschiedenen Ecken des Stadtteils, eine optimierte Nutzung und kleinere Gruppen“ erhofft sich Benjamin Schulz, Erster Vorsitzender des TuS Berne, von der neuen Kooperation. Und von Politik und Verwaltung erwartet das Trio „mehr Schnelligkeit“ bei der Umsetzung aktueller Projekte.

Heiko Gevert (SC Condor): mehr Schnelligkeit bei den Behörden Foto: tel
Heiko Gevert (SC Condor): mehr Schnelligkeit bei den Behörden Foto: tel

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