20. November 2021
Farmsen-Berne

Neu im Quartier

Stadtteilpolizist stellt sich vor

Der neue Stadtteilpolizist in Farmsen-Ost Uwe Rischke Foto: rg

FARMSEN-BERNE Uwe Rischke kommt eigentlich aus Westfalen. Über Lübeck verschlug es ihn schließlich nach Hamburg, wo er 1995 bei der Bereitschaftspolizei anfing. Bevor der heute 54-Jährige ans PK 38 nach Rahlstedt kam, war er in St. Georg tätig.

„Das war wirklich neu für mich als Kind vom Land“, sagt er. Rahlstedt ist beschaulicher, aber ebenso vielschichtig. „Auch hier gibt es alle Delikte, vom Verkehrsunfall über häusliche Gewalt bis zum Drogenhandel“, sagt Rischke. Nach 20 Jahren Wechselschichten auf dem Streifenwagen ist er nun als Stadtteilpolizist in Farmsen-Ost unterwegs.

Zu seinem Bereich zählen der U-Bahnhof Farmsen, das Jugendzentrum und drei Schulen. Uwe Rischke freut sich nicht nur, dass er nun tagsüber arbeitet. „Ich habe nun auch Zeit, mal zehn Minuten mit den Menschen auf der Straße zu reden“, sagt er. Vor allem in den Wohngebieten freuten sich die Leute, ihn zu sehen und mit ihm zu sprechen. „Es ist wichtig, miteinander zu reden und auch Lösungen herbeizuführen. Aber die Polizei ist kein Allheilmittel“, sagt der Stadtteilpolizist. Und: „Lebenserfahrung ist wichtig, man muss zuhören können. Man muss aber auch Leute in Ruhe lassen, wenn sie nicht reden wollen“.
Einfach da sein

Er sei gern Freund und Helfer, wolle aber auch geltende Regeln durchsetzen. Das Spektrum reicht von den Schulen bis zu Senioreneinrichtungen. Subjektive Sicherheit sei vor allem den Älteren wichtig: „Man muss einfach da sein“. Etwa bei der Nachsorge bei den Opfern von Straftaten, oder bei der Aufklärung über Trickdiebstähle. Derzeit erkundet Uwe Rischke seinen Bereich noch, verteilt Visitenkärtchen. „Ich bin gern auf der Straße“, sagt er. Nun wolle er das erste Jahr in Farmsen-Ost abwarten. Aber eigentlich wolle er als Stadtteilpolizist „alt werden“, sagt er schon jetzt.

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