9. Oktober 2021
Farmsen-Berne

Leser machen ihrem Ärger Luft

Scharfe Kritik an Bürgerbeteiligung

Berner Heerweg: viele Autos, wenige Radler Foto: tel

FARMSEN/BERNE Mehrere Leserbriefe erreichten die Wochenblatt-Redaktion zum Artikel „Kampf um Fahrspuren auf Berner Heerweg“ (Farmsen-Ausgabe vom 2. Oktober) über die Informationsveranstaltung des Bezirks­amtes Wandsbek vom 27. September zum geplanten Umbau der vierspurigen Magistrale.

So schreibt unter anderen der in Berne lebende CDU-Bezirksabgeordnete Ralf Niemeyer: „Dass der Berner Heerweg aus ideologischen Gründen einspurig (pro Richtung; d. Red.) werden soll, scheint offensichtlich. Auf die klare behördliche Zielrichtung der Varianten für Auto (1) und Fahrrad (4) wurde auf der Veranstaltung aus dem Publikum hingewiesen. Auf dem Berner Heerweg beträgt das Verhältnis von Autos zu Rädern dagegen 20 zu eins.“ Ein weiterer Berner Leser* schreibt: „Die Frage aus dem Publikum bezüglich der Sierichstraße (Einbahnstraßenregelung) hat aufgezeigt, dass die Vortragenden/Verantwortlichen ihr Zwei-Spuren-Modell mit breiten Radwegen unbedingt durchsetzen wollen.

Es wirft kein gutes Licht auf den verantwortlichen Planer, wenn der zugeben muss, dass er die Sierichstraße (Vorschlag einer dreispurigen Variante aus dem Publikum, d. Red.) nicht kennt.“ Und fährt fort: „Irritierend fand ich, dass die Ergebnisse der Online-Befragung nicht vorgetragen wurde, obwohl danach gefragt wurden. Stattdessen wurde eine weitere Woche Online-Abstimmungszeit eingeräumt, frei nach dem Motto: Wenn es noch nicht das gewünschte Ergebnis gibt, dann wird eben weiter daran gearbeitet, bis es passt.“ Noch eine Berner Leserin* schrieb uns: „Dieser Weg nennt sich ,Bürgerbeteiligung‘, aber es fühlte sich auf der Veranstaltung an, als wenn schon längst entschieden wurde. Es gab nur Argumente für die Zwei-Spuren-Straße.“

*Namen sind der Redaktion bekannt

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