4. Dezember 2021
Farmsen-Berne

Brigitte Friedrich ausgezeichnet

Ein Lob dem Ehrenamt

Brigitte

Brigitte Friedrich und Jürgen Wippermann im Kaisersaal des Rathauses Foto: tel

FARMSEN-BERNE Eigentlich hatte Brigitte Friedrich (82) gar keinen Grund, nervös zu sein. Als sie dann am Arm ihrer Begleitung, des Gemeindepastors Jürgen Wippermann, zwischen mehreren Dutzend festlich gekleideten Personen im ehrwürdigen Kaisersaal des Hamburger Rathauses stand, konnte man eine gewisse Unruhe bei der Farmsener Seniorin ausmachen.

Doch dann öffnete sich eine unauffällige Seitentür, und der Erste Bürgermeister betrat den Saal. Das Thema seiner Festrede war die lobenswert aktive Rolle vieler Hamburgerinnen und Hamburger, explizit natürlich die der Versammelten, in ihren Ehrenämtern. Rund ein Drittel aller Hamburger, so Tschentscher, engagiert sich ehrenamtlich.

Am Montag dieser Woche nun wurden insgesamt 30 Personen von ihm mit der „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ ausgezeichnet, und Brigitte Friedrich, bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, gehörte zu den Geehrten. Das von höchster Hamburgischer Stelle ausgesprochene Lob galt diesmal nicht ihrem Engagement für und mit dem Farmsener Tisch, sondern ihrer rund 40-jährigen Arbeit als ehrenamtliche Richterin beim Hamburger Sozialgericht. Die Medaille mit dem langen Titel wurde im Jahr 1926 erstmals vom Senat der Freien und Hansestadt gestiftet.

Ausgezeichnet werden in der Regel vorgeschlagene Personen, die auf eine mindestens 25-jährige ehrenamtliche Arbeit zurückblicken können. Von der Anfangsnervosität blieb schließlich pure Freude und Stolz bei der Geehrten. Und auch Pastor Wippermann unterstützte den Geist der Stunde: „Auch die Evangelische Kirche schätzt bürgerliches Engagement. Ohne das Ehrenamt würde hier einiges nicht mehr funktionieren.“

Bürgermeister
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher überreicht Brigitte Friedrich die „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ Foto: tel

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