30. April 2021
Farmsen

CDU fordert Machbarkeitsstudie

Neue Eissporthalle könnte in Farmsen entstehen

Mit den Spielen der Hamburg Crocodiles in der Eishockey-Oberliga und öffentlichen Eislaufzeiten ist die Eissporthalle Farmsen an ihrer Kapazitäts­grenze Foto: tel

Farmsen Am Neusurenland (Farmsen) könnte ein neues Eisstadion mit zwei Feldern entstehen. Mit dieser Idee will die CDU-Bürgerschaftsfraktion dem Hamburger Eissport auf die Sprünge helfen.

Auf dem ehemaligen Gelände des Postsport SV könnte, so die CDU, ein Stadion mit rund 4000 Zuschauerplätzen und nebenan ein Trainingseisfeld gebaut werden. In einem Antrag an die Bürgerschaft wird der rot-grüne Senat aufgefordert, eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Nach Mitteilung der Christdemokraten ist die bestehende Eissporthalle am Berner Heerweg in Farmsen, in der die Hamburg Crocodiles (eine Sparte des Farmsener TV) ihre Heimspiele in der dritthöchsten Eishockeyliga austragen, zu klein (Kapazität: 1955 Zuschauer) und mit rund 40 Jahren auch zu alt.

Investor steht bereit

Auch die anderen Eishallen in Hamburg seien zu beinahe 100 Prozent ausgelastet. Für den Neubau in Farmsen stehe ein potenter und sportbegeisterter Investor bereit, heißt es. Namen wollte die CDU allerdings noch nicht nennen. Neben der Arena für Eishockey und Eissport auf professionellem Niveau soll das Trainingsfeld vor allem dem Breitensport und der Nachwuchsarbeit dienen. Die alte Eissporthalle in Farmsen könnte nach Errichtung eines Neubaus abgerissen und der Erlös für den Wohnungsbau eingesetzt werden.

Eissport statt Wohnungsbau

Die Brachfläche am Neusurenland gegenüber dem Strandbad Farmsen sollte eigentlich für den Wohnungsbau genutzt werden. Weil die Sanierungskosten für die auf dem Gelände befindlichen Altdeponie gutachterlich als sehr hoch attestiert wurden, hat der Senat von diesem Vorhaben Abstand genommen. Für eine Eissporthalle aber sei das Gelände wahrscheinlich geeignet, meint die CDU. „In Farmsen ist eine Fläche von 46000 Quadratmetern ungenutzt. Das ist etwa sechseinhalbmal das Fußballfeld des HSV im Volksparkstadion. Es muss das Ziel sein, diese Brachfläche zu ertüchtigen“, erklärt der Bramfelder CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe. Crocodiles-Geschäftsführer Sven Gösch begrüßte gegenüber dem Wochenblatt die Initiative: „Die Farmsener Halle ist zu klein. Benötigt wird eine Arena mit mindestens 3500 Plätzen. Die Crocodiles wollen langfristig in die DEL2 aufsteigen. Aber zurzeit treten wir auf der Stelle, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind.“
Genau deshalb haben die Crocodiles keine Lizenzunterlagen für die Zweite Liga (DEL2) eingereicht, die sie sportlich womöglich erreichen könnten. Nach der von der CDU geforderten Machbarkeitsstudie sind die Realisierungskosten und Finanzierungsmöglichkeiten für eine neue Halle zu ermitteln und ein Verkehrskonzept zu erstellen. Die Bürgerschaft soll noch in diesem Jahr über die Ergebnisse informiert werden.

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